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Crans-Montana-Inferno: „Kämpfen Tag für Tag“ – Opfer teilt schockierende Bilder

Crans-Montana-Inferno: „Kämpfen Tag für Tag“ – Opfer teilt schockierende Bilder
FOTO: EPA/CYRIL ZINGARO
2 Min. Lesezeit |

Aus dem Krankenbett meldet sich eine Überlebende des Schweizer Bar-Infernos. Die verletzte Tierärztin teilt bewegende Worte und schockierende Bilder ihrer Genesung.

Nach dem verheerenden Brand in Crans-Montana (Schweiz) hat eine 29-jährige Tierärztin aus ihrer Intensivstation in Mailand ein Lebenszeichen gesendet. Eleonora P., die im Niguarda-Spital in Mailand behandelt wird, teilte auf Instagram ihre Gedanken mit der Öffentlichkeit. „Wir kämpfen hier Tag für Tag ums Gesundwerden – doch unsere Gedanken sind bei den Engeln, die es nicht geschafft haben“, schrieb sie laut Corriere di Bologna. In ihrem Beitrag veröffentlichte sie sowohl Aufnahmen aus ihrem Leben vor dem Unglück als auch aktuelle Bilder aus dem Krankenhaus, die ihre Gesichtsverletzungen und Verbände zeigen.

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In ihrer emotionalen Nachricht drückt Eleonora tiefe Dankbarkeit gegenüber ihren Unterstützern aus: „Danke an alle, die meine Hand nie losgelassen haben.“ Besonders würdigt sie die Rettungstat ihres Partners, der sie inmitten des Chaos fand, aus der Gefahrenzone brachte und medizinische Hilfe organisierte.

Weitere Opfer

Für die 15-jährige Elsa R., die in einem Zürcher Krankenhaus um ihr Leben ringt, gibt es vorsichtig positive Signale. Ihr Vater berichtet: „Sie ist stabil, aber in einem noch sehr heiklen Zustand. Jede Minute ist ein Gewinn.“

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In Mailand werden neben Eleonora weitere junge Brandopfer medizinisch versorgt, darunter mehrere Schüler aus der italienischen Metropole. Zwei italienische Jugendliche befinden sich nach wie vor in kritischem Zustand in Zürcher Kliniken. Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella stattete den betroffenen Familien einen Besuch ab.

Traumatische Folgen

Die Mitschüler der verletzten Jugendlichen stehen unter schwerem Schock. Bei der Wiedereingliederung in den Schulalltag erhalten sie psychologische Unterstützung. Die Fachkräfte beschreiben die Situation: „Wir haben junge Menschen angetroffen, die sich in einer sehr schwierigen Phase befinden, weit entfernt davon, das Geschehene zu verarbeiten.“ Es braucht Zeit und Hilfe, damit Gedanken und Emotionen Worte finden.

Momentan herrschen Schock, Schweigen und Tränen vor.

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