In der Silvesternacht wurde das Schweizer Luxus-Skigebiet Crans-Montana zum Schauplatz einer furchtbaren Tragödie. Was als ausgelassene Feier im „Le Constellation“ begann, endete in einem Inferno, das 40 Menschen das Leben kostete und mehr als hundert verletzte. Inmitten des Chaos offenbarte sich die Heldengeschichte eines Mannes, der ohne zu zögern sein eigenes Leben aufs Spiel setzte.
Stefan I., ein gebürtiger Serbe aus Valjevo, der seit zwei Jahrzehnten in der Schweiz lebte und die Staatsbürgerschaft angenommen hatte, arbeitete in jener verhängnisvollen Nacht als Türsteher. Als die Flammen ausbrachen, handelte er instinktiv. Statt sich selbst in Sicherheit zu bringen, stürzte er sich immer wieder in das brennende Gebäude, um Gäste zu retten.
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Selbstloser Einsatz
„Er rannte ohne jedes Zögern in die Gefahr, nur um andere zu schützen“, berichtete eine französische Augenzeugin, die dank Stefans Einsatz dem Feuer entkommen konnte. Sein Pflichtbewusstsein und sein Mut wurden ihm schließlich zum Verhängnis. Nach mehreren erfolgreichen Rettungsaktionen kehrte er ein letztes Mal in die brennende Bar zurück – und kam nicht wieder heraus.
Quälende Ungewissheit
Für seine Familie waren die Stunden nach der Katastrophe von quälender Ungewissheit geprägt. Sie klammerten sich an jeden Hoffnungsschimmer, besonders als sein Mobiltelefon noch lange nach dem Brand klingelte.
Doch die bange Hoffnung erfüllte sich nicht.
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Stefan I. hatte sein Leben gegeben, um andere zu retten – eine selbstlose Tat, die inmitten dieser Tragödie als leuchtendes Beispiel menschlicher Größe hervorsticht.