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GEWÜRZ

Curry – eine 5.000 Jahre währende Erfolgsgeschichte

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Curry ist einerseits eine köstliche Gewürzmischung aus dem indisch-asiatischen Raum, die von den indischen Masalas inspiriert wurde. Andererseits werden damit auch die berühmten Speisen bezeichnet, die mit unterschiedlichen Fleisch- und Gemüsesorten zubereitet werden. Der Begriff leitet sich vom tamilischen Wort “kari” ab, das als Gewürzmischung oder Gewürzsoße übersetzt werden kann. Curry gibt es bereits seit 5.000 Jahren. Neben dem Geschmack wird seit jeher seine gesundheitsfördernde Wirkung geschätzt.

Es waren die britischen Kolonialherren, die das Curry im 18. Jahrhundert in Variationen nach Europa brachten. Heute ist Curry weltweit aus den Küchen nicht mehr wegzudenken. Traditionell verfügen Familien in Indien, Thailand, Malaysia, den Malediven und Sri Lanka über eigene spezielle Curry-Mischungen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Curry besteht aus ungefähr 13 verschiedenen Komponenten. Hauptbestandteil ist Kurkuma, das dem Currypulver seine Farbe verleiht.

Curry – mehr als ein Gewürz oder ein Gericht
Neben ihrem wundervollen Geschmack verfügt die Gewürzmischung auch über zahlreiche gesundheitliche Vorteile. Der Hauptbestandteil Kurkuma gehört zu den wichtigsten Heilpflanzen. Bewiesen ist die antioxidante Wirkung des Curcumins, die Entzündungen hemmt und somit entzündliche Gelenkschmerzen lindert. Auch eine allgemein entzündungshemmende Wirkung ist nachgewiesen. Man weiß, dass Entzündungsprozesse wesentlich an der Entstehung vieler Krankheiten beteiligt sind. Außerdem wirkt Curcumin Leberschädigungen entgegen. Darüber hinaus enthält Kurkuma das Vitamin B6 und beugt Herzkrankheiten vor. Ein verdauungsfördernder Effekt und ein positiver Einfluss auf Heißhungerattacken ist ebenfalls nachgewiesen. Allgemein steigert Curcumin die Aktivität des Immunsystems. Neuere Untersuchungen deuten auf einen verzögernden Effekt bei der Alzheimer Krankheit hin.

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Die Varianten des Currys
Einem Sprichwort nach gibt es in Indien so viele Curry Rezepte, wie es Köche gibt. Die Gewürzmischung kann bis zu 20 verschiedene Zutaten enthalten. Neben Kurkuma sind Gewürze wie Kreuzkümmel und Koriander oft Teil der Mischung. Dementsprechend gibt es milde, lieblich-süße bis extrem scharfe Curry-Mischungen und Gerichte.

Die Sorte Vindaloo stammt aus Goa, einer ehemals portugiesisch-indischen Kolonie. Vindaloo ist ein sehr scharfes Curry-Gericht, das ursprünglich aus Schweinefleisch, heute aber auch aus Hähnchen und Lamm gekocht wird. Typisch portugiesisch wird das Fleisch in Wein mariniert und erhält so eine säuerliche Weißwein-Note.

Das Dhansak Curry stammt aus Persien und war dort das traditionelle Sonntagsgericht. Karamellisierter, brauner Reis, verschiedene Linsensorten und Hammelfleisch sind die Hauptbestanteile dieses süßsauren Curry-Gerichts, das oft mit Chili verfeinert wird.

Das Bhuna Curry ist ein typisches indisches Hähnchengericht, das Europäer oft mit dem Begriff Curry verbinden. Seine Herkunft ist Nordostindien und Westbangladesh. Es ist mittelscharf und wird mit Reis und Naan, köstlichem indischen Brot, serviert. Die Gewürze werden in Öl frittiert, bis sie eine Paste bilden. Neben Hähnchen wird oft Lamm für dieses deftige Gericht verwendet.

Weitere Curry Arten kann man unter dem Curryatlas von Mjam finden.

Curry – gesunde Köstlichkeit in unterschiedlichsten Variationen
Liebhaber exotisch gewürzter Speisen werden von den verschiedenen Varianten des Currys begeistert sein. Sowohl milde, süßsaure als auch sehr scharfe Curry-Gerichte werden unterschieden. Die gesundheitsfördernden Eigenschaften des Kurkumas machen Curry-Gerichte zu Recht so beliebt.

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