Das weltbekannteste Rätselspiel im Herzen Wiens (KOSMO-Erfahrungsbericht)

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Das weltbekannteste Rätselspiel im Herzen Wiens (KOSMO-Erfahrungsbericht)

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Mystery Hunt
Mystery Hunt (FOTO: ©Mystery Makers)

ABENTEUER. Am 10. Oktober wurde die Tür einer neuen, mysteriösen Welt im Wiener Kunsthistorischen Museum (KHM) geöffnet. Jetzt können wir alle Helden in dem weltbekanntesten Rätselspiel werden!

Dass wir jetzt die einzigartige Möglichkeit haben, Hauptprotagonisten in einem von The Da Vinci Code inspirierten Rätselspiel zu werden, haben wir einem ganz besonderen Mann zu verdanken. KOSMO sprach exklusiv mit dem Gründer von Mystery Makers – eines der größten Spiel- und Eventunternehmen Europas – Mads Lind über die einzigartige Welt von Mystery Hunt®.

Mystery Hunt® ist ein 100 % analoges Produkt in Form einer Box, gefüllt mit hochwertigenUmschlägen in antikem Design. Die Briefkuverts beinhalten Aufgabenstellungen, die sowohl den Intellekt, als auch soziale Kompetenz und die Zusammenarbeit in der Gruppe fordern. Das Spiel eignet sich speziell für Team Building-Aktivitäten mit kulturellem Anspruch und für ein besonderes Erlebnis unter Freunden oder in der Familie. Gespielt werden kann Mystery Hunt® in Gruppen ab vier Personen und ab einem Alter von 15 Jahren. „Ich habe die Firma vor acht Jahren gegründet. Bis heute ist es uns gelungen, vier Spielorte in Kopenhagen (Schloss Kronborg, Kastell von Kopenhagen, Schloss Christiansborg, Königsgarten) und einen in Wien (KHM) zu eröffnen. Im Frühling sollte auch ein weiterer Spielort verfügbar sein und zwar in einer großen Kulturinstitution”, erzählt uns der Gründer. Einer der wichtigsten Aspekte bei der Erstellung des Spiels ist der Ort, denn er bestimmt wie das Spiel kreiert wird. „Hier dreht sich alles um den Standort, damit er fantastisch aussehen und sich großartig anfühlen kann. Wir kreieren dieses Da Vinci-Code-Mystery-Setting, wo Sie wild im Museum herumlaufen und Hinweise finden! Mystery Hunt® ist Teil der Dauerausstellung im KHM, wo Besucher in eine antike Welt von Ägypten, Griechenland bis Rom eintauchen können. Das Spiel bietet Ihnen die Möglichkeit, auf eine spannende Art und Weise mehr über die Geschichte zu erfahren”, erklärt uns der ausgebildete Konzeptentwickler, der seine Ausbildung an der Königlich Dänischen Kunstakademie abgeschlossen hat und jahrelang in seinem Fach in verschiedenen Industries, darunter auch für die Werbeindustrie, tätig war.

Mads Lind, der Gründer von Mystery Hunt
Mads Lind, der Gründer von Mystery Hunt: Mads Lind: „Ich mache das, was ich
schon immer gemacht habe.” (FOTO: Victor Riv)

Vom Kinderspiel bis zum großen Business

Die Idee für die Entwicklung dieser genialen Welt des Spiels und „Enterbrainments” entstand vor langer Zeit. „Als ich acht Jahre alt war, erstellte mein Vater solche Spiele für mich. Wenn ich sie lösen konnte, bekam ich ein Geschenk. Ich hatte Spaß, da ich gleichzeitig herausgefordert und belohnt wurde. Die Spiele fanden vorwiegend im Königsgarten statt, in dessen Nähe ich aufgewachsen bin. Heute haben wir dort ein großes Geschäft aufgebaut, worauf ich sehr stolz bin. Mene erstes echtes Rätselspiel habe ich für meine Freunde als Hochzeitsgeschenk erstellt und es war eine Art intellektuelle Reise durch das antike Griechenland und Ägypten. Ich erzählte ihnen dabei Geschichten über das Leben. Als Witz bot ich das Spiel nachher online zum Verkauf an, und ich hatte nicht wirklich erwartet, dass etwas passieren würde. Aber erstaunlicherweise fanden viele Leute das Spiel sehr interessant. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich einen richtigen Job, also habe ich Rätselspieln nur als Hobby erstellt. Die Entwicklung der Spiele hat aber so viel Zeit in Anspruch genommen und ich konnte kaum meinem täglichen Job nachgehen. Im Jahr 2012 habe ich mit mir selbst gewettet – wenn ich den Creative Business Cup Dänemark für den besten dänischen Unternehmer gewinne, dann werde ich meinen Job aufgeben und ein Unternehmen gründen. Ich hatte das große Glück, den Wettbewerb zu gewinnen und es ist mir gelungen, eine eigene Firma zu gründen. Jetzt sind wir 40 Personen, die dieses verrückte Rätselspiel machen. (lacht) Jetzt verbreiten wir uns im Ausland. In diesem Jahr, genau vor vier Monaten, wurden wir mit der besten kulturellen Erfahrung von Kopenhagen ausgezeichnet. Das Beste für mich daran war, dass wir diese Auszeichnung trotz der verbreiteten Ansicht, dass jeder, der Spiele entwickelt, kindisch und nicht ernst ist, bekommen haben. Viele von uns in dieser Industrie versuchen, mehr ernster genommen zu werden. Wir haben der Wettbewerb für die beste kulturelle Erfahrung neben dem Oper Festival, dem Theaterfestival, dem Dokumentarfilmfestival und einer Vereinigung der klassischen Kunst bekommen. Wenn man sie schlagen kann, dann zeigt das auf jeden Fall, wie wertvoll das Rätselspiel für die kulturellen Erfahrung ist.”

Mit dem Spiel lernen die Teilnehmer nicht nur die Geschichte, sondern auch sich selbst und ihre Freunde kennen.

Das brilliante Team

Heutzutage stecken hochgebildete Menschen hinter jedem Rätselspiel. An einem Spiel arbeiten Historiker, Psychologen, ehehemalige Kriminalbeamte, Spielenentwickler, Kritiker, Architekten, Grafikdesigner uvw. Da es kein Platz für Fehler gibt, testen sie jedes Spiel an sich selbst und packen einzelne Teil selbst ein. „Ich habe auch Leute vom Militär, um alles auf Kurs zu halten, weil die Spiele sehr komplex sind. Sie haben so viel Inhalt, dass der kleinste Fehler den gesamten Spielfluss ruinieren könnte. Wir brauchen also militärische Präzision, um absolut sicher zu sein, dass wir keinen Fehler gemacht haben. Akademiker mit fünf jähriger Ausbildung packen Umschläge, was verrückt erscheinen mag, aber es gibt keinen Platz für Fehler. Alles wird dreimal kontrolliert und von Hand verpackt”, betont unser Gesprächspartner.

Einzigartiges Erlebnis

Durch das Spiel haben Sie nicht nur einen riesigen Spaß sondern erlangen auch Wissen über sich selbst, Ihre Freunde, Kollegen und die Welt. „Das Spielen ist die erste Sprache der Menschheit und gerade das macht das Rätselspiel so wirkungs- und kraftvoll. Wenn wir Kinder sind und wir unsere Sprache noch nicht entwickelt haben, können wir spielen. Durch Spiele werden Menschen umgänglicher. Und das brauchen wir! Wir brauchen etwas sehr Analoges, weil wir uns ständig hinter den Bildschirmen verstecken. Technologie ist großartig aber für die menschliche Interaktion, besonders an solchen Orten, ist sie keine gute Idee. Auf diese analoge Weise können wir eine völlig unterschiedliche Dynamik genießen, in der wir wirklich Dinge können und sie mit den anderen in unserer Gruppe teilen können. Viele bedanken sich oft bei uns, dass wir ihnen anderthalb Stunden ohne Smartphone ermöglicht haben.”

Das Spiel bietet den Teilnehmern die einzigartige Möglichkeit, sich für zwei Stunden von der Technologie zu entfernen und reale Gegenstände zu berühen und mit anderen Mitspielern auszutauschen.

Unsere Eindrücke findet ihr auf der nächsten Seite