Sie hatten an einem ganz gewöhnlichen Workshop einer österreichischen Stiftung teilgenommen. Doch am letzten Abend tauchte plötzlich die Polizei auf und nahm sie mit. Schließlich wurden die jungen Leute gezwungen, Serbien zu verlassen.

In einem beunruhigenden Zwischenfall wurde ein österreichischer Staatsbürger von den serbischen Behörden ausgewiesen und erhielt ein einjähriges Einreiseverbot mit der Begründung der „nationalen Sicherheit“. Die Maßnahme erfolgte nach der Teilnahme an einem Workshop der „NGO Academy“ in Belgrad, an dem auch Bürger aus Kroatien, Slowenien, Rumänien, Albanien und Nordmazedonien beteiligt waren.
Das österreichische Außenministerium hat Berichte über die Ausweisung bestätigt und die Maßnahme als „inakzeptabel“ bezeichnet. Die österreichische Botschaft in Belgrad hat von den serbischen Behörden eine „dringende Klärung der Gründe für das Vorgehen“ gefordert. Der Workshop, bei dem die Ausweisungen stattfanden, wurde in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsuniversität Wien und der Erste-Stiftung organisiert und von österreichischen Institutionen unterstützt.
Diplomatische Bemühungen
Mindestens 14 Teilnehmer des Workshops wurden laut Berichten des serbischen Nachrichtenportals European Western Balkans in der Nacht auf Mittwoch von der Polizei verhört und angewiesen, Serbien innerhalb von 24 Stunden zu verlassen. Österreich steht in direktem Kontakt mit dem betroffenen Staatsbürger und koordiniert die diplomatischen Bemühungen auch mit der Delegation der Europäischen Union in Serbien.
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Medienberichten zufolge beruft sich die kroatische Nachrichtenagentur HINA auf die Stiftung „Solidarna“ und nennt weitere betroffene Bürger aus EU-Ländern sowie den Westbalkanstaaten. Das Verhalten der serbischen Behörden hat internationale Besorgnis ausgelöst, und die diplomatischen Kanäle sind geöffnet, um die Angelegenheit zu klären.