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Diätologin: „Pizza ist gesünder als Müsli“

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(FOTOS: iStockphotos)

Eine US-Ernährungsexpertin stellte die These auf, dass die italienische Spezialität gesünder als hochgepriesenes Müsli ist. Ihre Wissenschaftlerkollegen regierten mit Skepsis.

Chelsey Amer, eine Diätologin aus den USA, erklärte im Interview für „The Daily Meal“, dass eine Pizza besser zum Frühstück sei, als herkömmliches Müsli. „Man wird überrascht sein, wenn man herausfindet, dass ein durchschnittliches Stück Pizza und eine Schüssel Müsli mit Vollfettmilch nahezu dieselbe Menge an Kalorien enthalten“, so die Ernährungsexpertin.

Außerdem liefere Pizza mehr Eiweiße und würde am Vormittag für ein angenehmes Völlegefühl sorgen. Dem nicht genug: der italienische Klassiker soll mehr Fett und viel weniger Zucker als die meisten Müslis enthalten, was bedeutet, dass es zu keinem Abfall des Blutzuckerspiegels, ergo Heißhunger, komme.

Wissenschaftler skeptisch
„Während es schon richtig ist, dass Pizza eine ausgewogene Mahlzeit mit Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett sein kann, heißt das nicht, dass es eine gesündere Frühstückswahl im Vergleich zu Müsli ist“, betont Ernährungswissenschafterin Rhiannon Lambert gegenüber dem „Independent“. Sie fügte außerdem hinzu, dass es nicht hilfreich sei, Speisen generell als „gesund“ bzw. „ungesund“ zu bezeichnen.

Pizza nicht gleich Pizza, Müsli nicht gleich Müsli
Entscheidend sei auf jeden Fall, um welche Pizza und welches Müsli es sich handelt. Bestimmte Müsliprodukte enthalten in der Tat viel Zucker und kein Eiweiß bzw. zu wenig gesunde Fette. Allerdings gebe es laut Lambert sehr wohl gute Müslimischungen mit ausreichend Ballaststoffen und Kohlehydraten.

Ähnliches lässt sich auf die Pizza übertragen: selbstgemachte Pizza sei überhaupt nicht mit der Tiefkühl-Variante zu vergleichen. Vor allem Fett und Salz seien bei der italienischen Traditionsspeise ein Problem.