Während die Waffen im Gazastreifen schweigen, bereitet sich Trump auf seine diplomatische Mission im Nahen Osten vor – mit einer historischen Rede vor dem israelischen Parlament.
US-Präsident Trump wird während seiner anstehenden Nahost-Reise eine Rede vor dem israelischen Parlament halten. Bei seinem Besuch in der Region stehen neben dem Auftritt in der Knesset (israelisches Parlament) auch ein Aufenthalt in Kairo auf dem Programm. Dort werde er mit zahlreichen Staatsoberhäuptern zusammentreffen, erklärte der republikanische Präsident am Freitag vor Journalisten im Weißen Haus in Washington. Die Zukunft des Gazastreifens stehe im Mittelpunkt der Gespräche. Seine Rückkehr in die USA ist für Dienstagabend vorgesehen.
Trump präzisierte den Zeitplan für die Freilassung der Geiseln, die für Montag geplant sei – zu diesem Zeitpunkt werde er sich vermutlich vor Ort aufhalten. Es gebe etwa 28 sterbliche Überreste, die geborgen werden müssten. Der Gaza-Konflikt steht vor einem möglichen Wendepunkt durch einen von Trump initiierten und sowohl von der israelischen Regierung als auch der Hamas akzeptierten Friedensplan, der die Freilassung israelischer Geiseln gegen palästinensische Gefangene vorsieht. Eine Waffenruhe, die auch Hilfslieferungen ermöglichen soll, ist bereits in Kraft getreten. Die weiteren Schritte zu einem dauerhaften Frieden sind allerdings noch nicht abschließend geklärt.
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Optimismus zur Waffenruhe
Der amerikanische Präsident äußerte sich optimistisch bezüglich der Beständigkeit der Waffenruhe im Gazastreifen und ihrer Bedeutung für die gesamte Region. „Sie wird halten. Ich denke, sie wird halten.“ Zwar gebe es noch einige Problemherde, diese seien jedoch „sehr klein“. „Diese Brände werden sehr schnell gelöscht werden“, fügte Trump hinzu.
Konkrete Zeitangaben für die einzelnen Stationen seiner Reise machte Trump nicht. Der ägyptische Staatspräsident Abdel Fattah al-Sisi plant eine feierliche Zeremonie anlässlich des Waffenstillstandsabkommens zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen.
Humanitäre Hilfe
Nach Inkrafttreten der Waffenruhe fordert das UN-Welternährungsprogramm die israelische Führung auf, umgehend weitere Hilfstransporte für die Bevölkerung im Gazastreifen zu genehmigen. „Für die Menschen in Gaza ist dieser Moment überlebenswichtig“, sagte der Deutschland-Direktor des World Food Programme (WFP), Martin Frick, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Die Waffenruhe muss nun sichere Grenzübergänge und klare Sicherheitsgarantien für Hilfstransporte bringen.“ Dabei zähle jede Stunde.
An den Grenzübergängen stehen bereits 60.000 Tonnen Nahrungsmittel bereit, weitere 100.000 Tonnen befinden sich auf dem Weg in die Region. Mit diesen Vorräten könnte der Gazastreifen fast drei Monate lang versorgt werden, sofern der Zugang sicher und verlässlich bleibt. Das WFP könnte allein im ersten Monat 1,6 Millionen Menschen mit Brot, Mehl und Lebensmittelpaketen versorgen.
Israel kontrolliert die Zugangswege zum Gazastreifen und muss sowohl Hilfslieferungen passieren lassen als auch die Sicherheit der Konvois gewährleisten.
Die Waffenruhe zwischen der israelischen Regierung und der islamistischen Hamas ist seit Freitagmittag wirksam.