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Diese ex-YU Stars sind 2021 von uns gegangen

Diese ex-YU Stars sind 2021 von uns gegangen (FOTO: blic.rs, kurir.rs, danas.rs, Facebook, Lane Gutović Archiv)

Das Jahr 2021 hat uns zahlreiche bekannte Persönlichkeiten genommen, die auf dem ganzen Balkan geliebt wurden und an deren Liedern oder Theatervorstellungen sich Millionen erfreuten.

Mira Furlan, Schauspielerin (7.9.1955 – 20.1.2021)

Mira Furlan (FOTO: danas.rs)

Sie war ein Liebling des jugoslawischen Kinos und erwarb ihren Rum mit ihrem außerordentlichen Schauspieltalent in zahlreichen Filmen und Serien, von denen einige auch international anerkannte Preise errangen, wie etwa auf dem Filmfestival von Cannes. Furlan verließ Kroatien vor den Kriegswirren 1991 und emigrierte in die USA, von wo aus sie den Balkan gelegentlich besuchte, um sich beruflich dort zu engagieren. Sie starb an einer Komplikation während einer Infektion mit dem West-Nil-Virus.

Đorđe Balašević, Liedermacher (11.5.1953 – 19.2.2021)

Đorđe Balašević (FOTO: Facebook)

Der Abgang des pannonischen Matrosen markierte für viele das Ende einer Ära. Zurück blieben seine Verse, die ihn zu einer der beliebtesten Persönlichkeiten des ehemaligen Jugoslawien gemacht hatten. Er wollte eigentlich Fußballstar werden, später dann Geograph, aber die Liebe zum Schreiben, die er bereits in der Volksschule entdeckte, führte ihn auf einen ganz anderen Weg. Neben seinen Liedern bleibt er uns auch wegen der Liebe zu seiner Frau Olivera in Erinnerung, die seine Muse war. Balašević starb in der Infektionsklinik in Novi Sad an den Folgen einer Corona-Erkrankung.


Predrag Živković – Tozovac, Musiker (22.1.1936 – 6.4.2021)

Predrag Živković – Tozovac (FOTO: kurir.rs)

Zwanzig Alben und 30 Singles, darunter „Tražiću ljubav novu“, „Vlajna“, „Jesen u mom sokaku“, „Mirjana“, „Ti si me čekala“ „Ovamo Cigani“ und „Oči jedne žene“, markierten Tozovac’ lange Karriere, aber auch die schönen und die weniger schönen Momente im Leben der Fans seiner Musik. Aus seiner Heimatstadt Kraljevo ging er nach Belgrad, um die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät zu besuchen, aber Belgrad brachte ihm auch die ersten Harmonikaauftritte, die Sympathien vieler Frauen und großen Ruhm. Zum ersten Mal heiratete er im Alter von 84 Jahren und er hinterlässt zwei Söhne. Er starb an den Folgen einer Corona-Infektion.

Milan Lane Gutović, Schauspieler (11.8.1946 – 25.8.2021)

Milan Lane Gutović (FOTO: Lane Gutović Archiv)

Obwohl die breite Masse ihn aus den satirischen Vorstellungen über das korrumpierte politische System des Balkans kannte, in denen er den Srećko Šojić spielte, hat Lane Gutović in der Kinogeschichte des Balkans breite Spuren hinterlassen. Er brillierte auf der Bühne, im Film aber auch im Fernsehen. Er war Träger zahlreicher Auszeichnungen, darunter des Preises „Zoran Radmilović”, des Nušić-Preises, des Goldenen Truthahns für sein Lebenswerk und des Preises „Car Konstantin“. Mit welcher Leichtigkeit er sich in die Persönlichkeit seiner Figuren hineinversetzte, bezeugt die Tatsache, dass seine Kollegen sein Schauspiel als Spiel beschrieben, bei dem man vergessen konnte. Er starb in der Militärmedizinischen Akademie in Belgrad infolge von Komplikationen einer Corona-Infektion. Bereits zu Lebzeiten hatte er es abgelehnt, in der Allee der verdienten Bürger auf dem Neuen Friedhof in Belgrad beigesetzt zu werden.

Marina Tucaković, Textautorin (4.11.1953 – 19.9.2021)

Marina Tucaković (FOTO: blic.rs)

Als Texteschreiberin allgemeiner Praxis, wie viele sie nannten, zeichnete Marina für viele zeitlose Hits des Balkan-Rock, -Pop, -Folk und der Volksmusik verantwortlich. Gerade deswegen meint man oft, dass ein Lied, bei dem man ein Glas zerbricht, eine Träne vergießt oder sich vergnügt, nur von ihr geschrieben worden sein kann. Im Laufe ihrer 50-jährigen Karriere schrieb sie ca. 4.000 Lieder, von denen die, die von Zdravko Čolić, Massimo Savić, Oliver Mandić, Džej und Svetlana Ceca Ražnatović interpretiert wurden, für viele Fans zu Hymnen wurden. Sie kämpfte mehrere Jahre gegen Brustkrebs, aber Mitte September wurde bei dieser berühmten Autorin auch eine Corona-Infektion diagnostiziert, an deren Folgen sie schließlich verstarb.

Marinko Rokvić, Sänger (27.1.1954 – 6.11. 2021)

Marinko Rokvić (FOTO: blic.rs)

Obwohl er am Beginn seiner Karriere fast elf Jahre warten musste, bis er sein musikalisches Talent im Fernsehen einem größeren Publikum präsentieren konnte, verkaufte Marinko Rokvić von seiner ersten Single „Da volim drugu ne mogu“ nicht weniger als 600.000 Exemplare und mit seiner Karriere ging es seitdem unaufhaltsam bergauf.  In den achtziger und neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts feierte er große berufliche Erfolge. Jedes neue Lied wurde ein großer Hit und er wurde zu einem der beliebtesten Sänger Jugoslawiens. Anfang November erlag Marinko einer langen und schweren Krankheit.

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Nachdem sie ihr Bachelorstudium an der Fakultät für Politikwissenschaften in Belgrad abgeschlossen hat, begann Aleksandra ihre journalistische Karriere bei der Tagespresse in Serbien, wo sie bis zu ihrem Master-Abschluss gearbeitet hat. Letztes Jahr verschlug es die wissbegierige Serbin schließlich nach Wien. Jetzt lebt sie ihre Leidenschaft für Journalismus als Redakteurin des KOSMO-Magazins aus. Stets professionell und mit viel Interesse, berichtet sie über aktuelle politische und gesellschaftliche Themen. In ihrer Freizeit liest die Politologin am liebsten ein Buch, oder entdeckt auf ihrem Fahrrad neue Orte in Wien.