Wir hoffen bald darauf, einfach ins Auto zu springen und in den Urlaub fahren zu können. Bei den Österreichern ist Kroatien eine der Top-Reisedestinationen. Doch das beliebte Balkanland hat nicht nur wunderschöne Landschaften, sondern auch einige gefährliche Tierchen zu bieten.
Die wunderschönen Landschaften und Strände Kroatien sind immer eine Reise wert. Doch man sollte sich vorab auch gut informieren, welche gefährlichen Tiere im beliebten Reiseziel der Österreicher auf einen lauern. Wir haben für euch eine Liste von gefährlichen Tieren erstellt, vor denen ihr euch bei eurem nächsten Kroatien-Urlaubs lieber fernhalten solltet.
Kroatien zählt zu den beliebtesten Urlaubszielen der Österreicher. Kein Wunder, denn es bietet nicht nur ein türkisblaues Meer und wunderschöne Strände, sondern auch eine artenreichen Tierwelt. Aber Vorsicht: In der Fauna des Landes warten nämlich auch die unterschiedlichsten aber auch teils gefährliche Tiere.
Wir erklären euch, welche Gebiete ihr lieber meiden solltet und wie ihr euch richtig in einer Gefahrensituation verhaltet, um sicher zu reisen.
Unter dem Meer – da lauern potenzielle Gefahren
Wer nach Kroatien auf Urlaub fährt, wird früher oder später auch in die Adria schwimmen gehen. Doch in dem schönen blauen Wasser leben zum Teil auch giftige und gefährliche Meeresbewohner. Auf diese Geschöpfe wollt ihr lieber nicht treffen:
Trachinus bzw. Petermännchen
Das Petermännchen zählt zu den giftigsten und gefährlichsten Tieren in der Adria. Der Fisch trägt sein Gift in den Flossenstacheln am Rücken und auf dem Kiemendeckel. Da sich die Tiere gerne in Strandnähe im Sand oder Schlamm aufhalten, stellt es besonders für Badegäste eine Gefahr dar. Der Stich tut zwar sehr weh, endet normalerweise aber nicht tödlich. Wichtig ist: Falls ein Verdacht auf eine Vergiftung besteht, solltet ihr umgehend einen Arzt aufsuchen!

Großer Roter Drachenkopffisch
Dieser Fisch ist wesentlich bekannter als das Petermännchen, aber auch weniger giftig. Er ist an seinen verschiedenen Rottönen und seinem Körper voller giftiger Stacheln zu erkennen, die er bei Gefahr aufstellt. Der Drachenkopf lebt auf allen Arten von Böden, bevorzugt jedoch felsige und kiesige Böden in Tiefen von bis zu 100 Metern. Die häufigsten Opfer sind Fischer. Wird man gestochen, so verursacht das sofort sehr heftige Schmerzen, die zum Teil monatelang anhalten können. Da das Gift hitzeempfindlich ist, kann als Sofortmaßnahme mit ca. 50 °C heißem Wasser oder einer heißen Kompresse die Stelle behandelt werden. Allerdings sollte man auch hier schnellstmöglich ins Spital fahren.

Quallen
Neben der türkisblauen Adria ist Kroatien auch für seine Quallen bekannt – sehr zum Leidwesen der Badegäste. Konkret gibt es drei Quallen-Arten, die euch in Kroatien begegnen könnten und deren Tentakel bei Hautkontakt nicht nur höllische Schmerzen zufügen, sondern auch zur Gefahr werden.
1) Feuerquallen: Wenn dich diese Meeresbewohner erwischen kommt es zu brennenden Schmerzen.

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2) Würfelqualle, auch Mittelmeer Seewespe genannt: Dieses Quallenexemplar ist weitaus gefährlicher. Allerdings gibt es sie nur selten und hauptsächlich in tieferem Wasser. Aber das Nesselgift der Würfelqualle gehört zu den stärksten Giften im Tierreich. Wenn es zu einer Berührung kommt, kann das innerhalb von nur wenigen Minuten zum Tod führen. Vorsicht ist also geboten!

3) Portugiesische Galeeren: Ihre Nesseln reizen die Haut zwar stark, sind aber nicht tödlich.

Haie
In der kroatischen Adria gibt es über 40 verschiedene Hai-Arten, die immer wieder von Touristen erspäht werden und diesen nicht selten den Angstschweis ins Gesicht treiben. Dabei gibt es eigentlich keinen Grund zur Panik, denn: Egal ob Mako-, Blau- oder sogar Weißer Hai: Wir gehören definitiv nicht ins Beuteschema der majestätischen Raubfische.

Mark Conlin, SWFSC Large Pelagics Program)
Dennoch lesen wir immer wieder in den Medien von Haiangriffen. Aber wie kommt es überhaupt dazu? Verschiedene Faktoren können zu einer potenziellen Gefahr werden: So können Haie die Schwimmer, Taucher und Surfer etwa durch Geräusche oder hektische Bewegungen fälschlicherweise für Beute halten und zubeißen. Doch spätestens dann wird der Hai „schmecken“, dass es sich hierbei nicht um seine Beute handelt und von ihr ablassen. Die Geschmacksknospen der Raubfische befinden sich nämlich am Gaumen. In den meisten Fällen endet eine Haiattacke jedoch glimpflich mit ein paar Schürfwunden.
Doch was tun wenn es wirklich zu einer Begegnung mit einem Hai kommt?
Das wichtigste ist: So ruhig wie in dieser Situation irgendwie möglich bleiben. Das klingt vielleicht blöd, aber es ist die Überlebensstrategie. Denn das starke Gebiss und die scharfen Zähne können die Arterien verletzen. Dies ist der häufigste Todesgrund bei Hai-Attacken und nicht etwa, dass Haie gerne Menschen fressen.
Gefahren an Land
Spinnen
Die meisten Achtbeiner, die es in Kroatien gibt, sind harmlos – bis auf eine giftige Ausnahme: Die schwarze Witwe. Sie ist die giftigste europäische Spinne und erkennbar an ihrem schwarzen Körper, häufig gepaart mit roten Punkten auf dem Rücken. Am ehesten findet man das giftige Tier in Wäldern, felsigen Gegenden und in der Nähe von Insekten bei Mauern und Steinen.
Die schwarze Wittwe spinnt ihre Netze hauptsächlich in der Nähe von großen Steinen, am Boden von Stümpfen oder in Dickichten. Allerdings findet man sie auch in Kellern, Garagen, verlassenen Fahrzeugen/Maschinen und in Ställen.

Die schwarze Wittwe ist grundsätzlich nicht aggressiv und eigentlich ziemlich scheu. Aber da sie Netze in Bodennähe baut, sind die häufigsten Opfer Menschen, die versehentlich barfuß auf sie treten. Ein Biss durch die giftige Spinne ist äußerst schmerzhaft und kann im schlimmsten Fall auch tödlich enden. Gefährlich wird es vor allem für ältere Menschen oder bei Menschen mit Herzbeschwerden. Daher sollte man bei einem Spinnenbiss sofort ins Krankenhaus fahren. In Kroatien lebt die schwarze Witwe in Istrien, Primorje und Dalmatien!
Skorpione
Die meisten Skorpione in Kroatien lieben Steine und halten sich gerne dort auf. Sie sind nachtaktiv und jagen daher erst zu späterer Stunde. Manchmal verirren sie sich auf einen Balkon oder durch ein offenes Fenster in die Wohnung, sind aber in der Regel eher scheu.
Allerdings können wir euch beruhigen: Selbst wenn der Stich eines Skorpions sehr schmerzhaft ist, gefährlich oder gar tödlich ist ein Aufeinandertreffen nicht wirklich. Auch für Kinder und Haustiere sind Kroatiens Skorpione keine wirkliche Gefahr.
Schlangen
In Kroatien gibt es eine Vielfalt an Schlangenarten. Jedoch sind die meisten ungiftig. Die meisten Schlangen halten sich in der Nähe von Felsen und Steinen auf. Allerdings gibt es auch zwei giftige Exemplare, um die ihr lieber einen Bogen machen solltet, auch wenn sie grundsätzlich ohnehin als sehr menschenscheu gelten:
1) Die Sand- bzw. Hornotter

2) Die Kreuzotter

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Wird man gebissen, endet es in den wenigsten Fällen tödlich. Allerdings solltet ihr auch hier umgehend ins Krankenhaus fahren und euch behandeln lassen, um das Gift aus dem Körper zu bekommen.
Quellen und Links: