Der Kärntner Energieversorger Kelag hat nach Ablauf der Frist für den Tarifwechsel den ersten Stromabstellungen den Weg geebnet. Betroffen sind 900 Kunden, die die Frist versäumt haben und sich nun in einem „vertragslosen Zustand“ befinden, so Kelags Konzernsprecher Josef Stocker.
Der Kärntner Energieversorger Kelag hat nach Ablauf der Frist für den Tarifwechsel den ersten Stromabstellungen den Weg geebnet. Betroffen sind 900 Kunden, die die Frist versäumt haben und sich nun in einem „vertragslosen Zustand“ befinden, so Kelags Konzernsprecher Josef Stocker.
Die Praktiken der Kelag sind dabei nicht unumstritten. Der Verbraucherschutzverein (VSV) äußerte scharfe Kritik und unterstützt Klagen gegen die Änderungskündigung. Generell wurde die Tariferhöhung, insbesondere vor dem Hintergrund des Rekordergebnisses der Kelag mit einem Konzernergebnis von 263,3 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2023, als unangemessen kritisiert.
Josef Stocker, Konzernsprecher der Kelag, erläuterte gegenüber der APA den Prozess der Stromabschaltung: „Alle Betroffenen wurden noch einmal kontaktiert und informiert. Unser Ziel ist es, möglichst nicht abzuschalten – und wenn doch, dann soll der Strom möglichst rasch wieder eingeschaltet werden.“ Sollte ein Kunde nicht erreicht werden, werde der Strom nicht abgeschaltet, so Stocker weiter: „Das ist eine Frage der Sorgfalt und Besonnenheit.“ Bei Zustimmung zum neuen Tarif könne ein Haushalt schnell wieder mit Strom versorgt werden. Ein Wechsel des Anbieters könne jedoch länger dauern, da der neue Anbieter der „Kärnten Netz“ eine Meldung über seinen neuen Kunden erstatten müsse.