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Grenzunglück

Drama auf Balkanroute: 30 Migranten gerettet – weitere in Sumpfgebiet vermisst

Drama auf Balkanroute: 30 Migranten gerettet – weitere in Sumpfgebiet vermisst
Foto: Screenshot facebook SOS Balkanroute
2 Min. Lesezeit |

Im Grenzgebiet zwischen Kroatien und Bosnien kämpfen aktuell hundert Einsatzkräfte gegen die Zeit – und gegen ein Gelände, das kaum Chancen lässt.

Im sumpfigen Grenzgebiet zwischen Kroatien und Bosnien-Herzegowina läuft derzeit ein umfangreicher Rettungseinsatz – begleitet von der wachsenden Befürchtung, dass für einen Teil der Betroffenen jede Hilfe zu spät gekommen sein könnte. Rund hundert Einsatzkräfte, darunter Polizisten und Feuerwehrleute, versuchen, die in Not geratene Gruppe zu erreichen.

„Das Gelände ist extrem schwierig und undurchdringlich“, sagte Innenminister Davor Bozinovic am Mittwoch im Radiosender HRT. Den Angaben zufolge wurden die Rettungskräfte um 01:42 Uhr nach Eingang eines Notrufs alarmiert.

Tragödie an der Save

Mehrere Dutzend mutmaßliche Migranten hatten offenbar versucht, über die Balkanroute in die Europäische Union zu gelangen, und gerieten dabei in unwegsames Terrain nahe dem Dorf Babina Greda in der kroatischen Gespanschaft Vukovar-Syrmien. Während ein Teil der Menschen von den Einsatzkräften erreicht werden konnte, verdichtet sich die Sorge, dass andere die Überquerung nicht überlebt haben könnten.

Konkret besteht der Verdacht, dass einige beim Versuch, den Grenzfluss Save zu durchqueren, ums Leben gekommen sind. Eine offizielle Bestätigung steht bislang aus. Bisherigen Informationen zufolge wurden 30 Personen aus dem Fluss gerettet. Bei ihnen soll es sich um Staatsangehörige aus Indien, Afghanistan, Pakistan und Bangladesch handeln.

„Das ist eine Situation, mit der wir leider seit Jahren konfrontiert sind“, sagte Bozinovic weiter. „Migranten verlieren ihr Leben bei illegalen Grenzübertritten.“

Kroatiens Transitrolle

Kroatien nimmt auf der Balkanroute in Richtung Westeuropa eine zentrale Transitfunktion ein – und ist damit auch immer wieder Schauplatz tragischer Vorfälle. Im Jahr 2024 wurden 14 Todesfälle von Migranten im Land registriert, im laufenden Jahr waren es bislang zwei.

Die Internationale Organisation für Migration (IOM) hat seit 2014 entlang der gesamten Balkanroute mehr als 400 Todesopfer dokumentiert.

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KO KOSMO-Redaktion
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