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Mehrere Verletzte

Drohnen über Moskau – Vier Tote bei Vergeltung für Ukraine-Angriff

Drohnen über Moskau – Vier Tote bei Vergeltung für Ukraine-Angriff
FOTO: EPA/SERGEY DOLZHENKO
2 Min. Lesezeit |

Hunderte Drohnen, Tote, brennende Gebäude – die Nacht über Moskau und der Krim war alles andere als ruhig.

Ein massiver ukrainischer Drohnenangriff auf russisches Territorium hat nach Angaben der örtlichen Behörden mindestens vier Todesopfer gefordert. Wie der Gouverneur der Oblast Moskau, Andrej Worobjow, auf seinem Telegramkanal mitteilte, wurden in der Nacht darüber hinaus mindestens vier weitere Personen verletzt. In der Hauptstadt selbst erlitten mindestens zwölf Menschen Verletzungen, darunter vor allem Arbeiter in der Umgebung einer Ölraffinerie.

Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin erklärte am frühen Morgen via Telegram, dass innerhalb der vergangenen 24 Stunden mehr als 120 Drohnen abgefangen worden seien. Das russische Verteidigungsministerium gab seinerseits bekannt, die Streitkräfte hätten in der Nacht landesweit insgesamt 556 ukrainische Drohnen abgewehrt – so berichtete es die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass. Auch diese Zahlen ließen sich zunächst nicht unabhängig verifizieren.

Angriff auf Sewastopol

Neben den Todesopfern und Verletzten wurden mehrere Wohngebäude beschädigt und in Brand gesetzt. In einer Reihe von Gemeinden wurden zudem Infrastruktureinrichtungen angegriffen. Parallel dazu griff die Ukraine in der Nacht auch die russisch besetzte Marinestadt Sewastopol auf der Krim an, wobei laut Behördenangaben mehrere Wohnblocks und Häuser Schäden davontrugen.

Trümmer einer abgeschossenen Drohne hätten eine Hochspannungsleitung getroffen und damit Stromausfälle verursacht, schrieb der Verwaltungschef der Stadt, Michail Raswoschajew, auf Telegram. Das städtische Kraftwerk sei hingegen nicht in Mitleidenschaft gezogen worden. Über mehreren Stadtteilen sowie dem Schwarzen Meer seien insgesamt 25 Drohnen abgeschossen worden.

Russlands Angriffe

Russland hatte die ukrainische Halbinsel Krim im Jahr 2014 annektiert. Vor mehr als vier Jahren weitete Russland seinen Angriff mit einer großangelegten Invasion der Ukraine aus. In dem seither andauernden Krieg setzt die Ukraine wiederholt Drohnen ein, um russische Ziele auf der Krim zu attackieren.

Am Mittwoch und Donnerstag hatte Russland einen der längsten und schwersten Luftangriffe auf die Ukraine geflogen. Allein in Kiew wurden 24 Tote aus einem zerstörten Wohnblock geborgen. Bei diesen Angriffen kommen in der Ukraine nahezu täglich Zivilisten ums Leben; Wohnhäuser sowie für die Bevölkerung unverzichtbare Infrastruktur werden dabei zerstört.

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KO KOSMO-Redaktion
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