Ein Samstagspaziergang endet in Modena im Chaos – ein Fahrer rast in eine Menschengruppe, die Folgen sind verheerend.
In Modena ereignete sich am Samstagnachmittag ein schwerer Vorfall: Ein 31-jähriger Italiener marokkanischer Herkunft fuhr mit einem Auto in eine Gruppe von Fußgängern und verletzte dabei acht Personen, mehrere davon lebensgefährlich. Der Vorfall ereignete sich in einer verkehrsberuhigten Zone. Videoaufnahmen dokumentieren, wie das Fahrzeug gezielt auf Passanten zugesteuert wurde.
Nach dem Aufprall versuchte der Fahrer zu flüchten, wurde jedoch von Passanten aufgehalten. Im Zuge dieser Bürgerfestnahme zog er ein Messer und verletzte einen seiner Verfolger am Kopf.
Ermittlungen & Motiv
Laut Polizei fielen Alkohol- und Drogentests beim Verdächtigen negativ aus. Bis zum Jahr 2024 befand er sich wegen einer schizoiden Persönlichkeitsstörung in psychiatrischer Behandlung. Konkrete Hinweise auf eine terroristische Motivation liegen bislang nicht vor, dennoch schließen die Ermittler ein solches Motiv nicht aus und prüfen es weiterhin. Der Mann wurde festgenommen.
Reaktionen & Opfer
Modenas Bürgermeister Massimo Mezzetti zollte jenen Bürgerinnen und Bürgern Respekt, die den Fahrer bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten hatten. Staatspräsident Sergio Mattarella und Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bekundeten ihr Mitgefühl und kündigten an, die Verletzten persönlich im Krankenhaus aufzusuchen. Auch international löste der Vorfall Bestürzung aus: Israels Außenminister Gideon Saar sowie die Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, äußerten sich erschüttert über das Geschehen.
Augenzeugen schilderten dramatische Szenen unmittelbar nach dem Vorfall. „Überall sah man Blut, Schuhe und Taschen“, berichtete ein Zeuge. Ein weiterer gab an, sich in ein nahegelegenes Geschäft geflüchtet zu haben, um dem heranrasenden Fahrzeug zu entkommen. Zwei der Verletzten mussten Beine amputiert werden, eine Frau befindet sich weiterhin in akuter Lebensgefahr.