Ein Video schockiert ganz Österreich: Vier Männer töten eine Katze auf grausamste Weise – mit Gelächter. Nun gibt es erste Konsequenzen.
Eine Katze in Brixen im Thale im Tiroler Bezirk Kitzbühel wurde von vier Männern auf bestialische Weise getötet – zunächst mit einem Bolzenschussgerät malträtiert, dann, als das schwer verletzte Tier noch am Leben war, mit einer Schneeschaufel zu Tode geschlagen. Die Täter lachten dabei und kommentierten das Geschehen mit geschmacklosen Bemerkungen. Das gesamte Geschehen wurde gefilmt, das Video verbreitete sich rasend schnell in sozialen Netzwerken und löste österreichweit sowie im Ausland tiefe Bestürzung aus.
Der Vorfall hatte sich bereits Ende April ereignet. In den sozialen Medien begann daraufhin eine intensive Suche nach den Verantwortlichen. Am Donnerstag stellten sich schließlich vier Verdächtige im Alter von 16 bis 24 Jahren der Polizei.
Drohende Konsequenzen
Die Staatsanwaltschaft wurde eingeschaltet, die Ermittlungen laufen. Neben dem öffentlichen Entrüstungssturm drohen dem Quartett ernsthafte strafrechtliche Folgen: Tierquälerei ist in Österreich mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren bedroht.
Der entsprechende Gesetzestext lautet: „(1) Wer ein Tier roh misshandelt oder ihm unnötige Qualen zufügt, aussetzt, obwohl es in der Freiheit zu leben unfähig ist, oder mit dem Vorsatz, dass ein Tier Qualen erleide, auf ein anderes Tier hetzt, ist mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahre zu bestrafen. Ebenso ist zu bestrafen, wer, wenn auch nur fahrlässig, im Zusammenhang mit der Beförderung mehrerer Tiere diese dadurch, dass er Fütterung oder Tränke unterlässt, oder auf andere Weise längere Zeit hindurch einem qualvollen Zustand aussetzt. Ebenso ist zu bestrafen, wer ein Wirbeltier mutwillig tötet.“
Fristlose Entlassung
Für zumindest einen der Beschuldigten hat der Vorfall auch berufliche Konsequenzen: Er verlor seinen Job. Der Mann war bei der SkiWelt Wilder Kaiser – Brixental beschäftigt. Das Unternehmen reagierte auf seinem Facebook-Auftritt und erklärte, die Vorwürfe seien umgehend geprüft, der betroffene Mitarbeiter vorsorglich vom Dienst suspendiert und das Dienstverhältnis „durch fristlose Entlassung beendet“ worden.
In seiner Stellungnahme hielt das Unternehmen weiter fest: „Gerade in dieser Situation haben wir als Unternehmen klar gezeigt, wofür wir stehen: Verantwortung übernehmen, transparent handeln und eine konsequente, sachliche sowie rechtsstaatliche Aufarbeitung sicherstellen. Das gezeigte Verhalten der betreffenden Person steht in keinerlei Einklang mit den Werten unseres Unternehmens. Verantwortung, Respekt sowie ein achtsamer Umgang mit Mensch, Natur und Tier zählen zu den zentralen Grundsätzen unseres Handelns und werden von uns klar eingefordert.“
Zugleich richtete die SkiWelt einen Appell an die Öffentlichkeit: „dass das Fehlverhalten einzelner Personen niemals einer gesamten Region, den Menschen vor Ort, Betrieben oder Familien angelastet werden darf. Die Verantwortung tragen ausschließlich die unmittelbar beteiligten Personen selbst.“