Ein Samstagnachmittag in Modena endet im Chaos: Ein Fahrzeug rast in eine Menschenmenge – mit verheerenden Folgen.
In der Innenstadt von Modena hat ein mit überhöhter Geschwindigkeit fahrendes Auto am frühen Nachmittag des heutigen Samstags, dem 16. Mai, rund zehn Fußgänger erfasst. Sieben Personen wurden verletzt, vier davon schwer: Zwei von ihnen wurden in das Baggiovara-Krankenhaus in Modena eingeliefert, zwei weitere per Hubschrauber in das Maggiore-Krankenhaus nach Bologna transportiert. Ein Citroën C3, der vom Largo Garibaldi aus in Richtung Largo Porta Bologna fuhr, krachte dort in die Schaufensterscheibe eines Geschäfts.
Der Fahrer versuchte anschließend zu flüchten und wurde dabei niedergestochen, konnte jedoch kurz darauf festgenommen werden und befindet sich nun in Gewahrsam. Bei ihm handelt es sich um einen rund 30-jährigen italienischen Staatsbürger nordafrikanischer Herkunft, der in der Region Modena geboren und aufgewachsen ist und nach ersten Erkenntnissen keine Vorstrafen hat.
Vorsätzlicher Angriff?
Nach den Ereignissen in der Via Emilia, wo Rettungskräfte und Polizei umgehend eintrafen, verdichtet sich der Verdacht auf einen vorsätzlichen Angriff. Zeugen schilderten, wie das Fahrzeug gezielt auf den Gehsteig zugesteuert sei: „Er steuerte auf den Bürgersteig zu, wir sahen ihn kommen“, sagten Zeugen und beschrieben eine „plötzliche Beschleunigung“ und ein Fahrzeug, das „mindestens 160 km/h“ fuhr. Während seiner Flucht zu Fuß versuchte der Fahrer zudem, einen Mann, der ihm den Weg versperrte, mit einem Messer anzugreifen.
Eine Frau, die frontal vom Fahrzeug getroffen wurde, erlitt die gravierendsten Verletzungen – sie verlor bei dem Aufprall beide Beine. Luca Signorelli, einer jener Männer, die den Täter verfolgten, schilderte die Ereignisse gegenüber Reportern: „Während ich versuchte, der Frau mit den amputierten Beinen zu helfen, rannte er weg. Also verfolgte ich ihn, und in der Zwischenzeit folgten mir vier oder fünf andere Leute. Er verschwand hinter einem Autostapel und tauchte dann mit einem Messer in der Hand wieder auf. Er murmelte etwas, aber er war kein Italiener.“ Fünf Passanten, die ihm nachsetzten, konnten ihn schließlich stellen und überwältigen.
Falcia in auto una decina di pedoni e accoltella un passante a Modena. Ci sono feriti gravi.
L'uomo sarebbe stato fermato dalle forze dell'ordine su Via Emilia.#Tg1 pic.twitter.com/PYgqAbFw7O— Tg1 (@Tg1Rai) May 16, 2026
Reaktionen & Einsatz
Der betroffene Bereich, der am Samstagnachmittag stark frequentiert war, wurde mit rot-weißen Absperrbändern gesichert. Mehrere Rettungsfahrzeuge versorgten die Verletzten direkt auf der Straße. Carabinieri, Guardia di Finanza und Polizei waren im Einsatz, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.
Auch Bürgermeister Massimo Mezzetti begab sich persönlich an den Ort des Geschehens und äußerte sich vor Ort: „Wir müssen die Hintergründe des Vorfalls verstehen, aber es ist eine tragische Tat. Ich bin zutiefst schockiert. Was auch immer die Hintergründe sein mögen, es ist ein sehr ernstes Ereignis. Wäre es ein Anschlag gewesen, wäre es noch viel schlimmer.“
Ministerpräsidentin Giorgia Meloni verfolgt die Ereignisse in Modena aufmerksam und steht in ständigem Kontakt mit Innenminister Matteo Piantedosi und dem Staatssekretär des Ministerrats für Sicherheit der Republik, Alfredo Mantovano. Dies geht aus Quellen im Palazzo Chigi hervor, während die Ministerpräsidentin derzeit am Europa-Golf-Forum im griechischen Navarino teilnimmt.
Today (Saturday, May 16, 2026), an incident occurred in the historic center of Modena, Italy.
A person drove a vehicle into a crowd and stabbed one person before being taken into custody.
At around 5:00 p.m. local time, a car entered Via Emilia Centro (near Largo Porta Bologna)… pic.twitter.com/1q5WRI8XHD— T_CAS videos (@tecas2000) May 16, 2026