Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Haftstrafe

Ehefrau jahrelang betäubt und vergewaltigt: 8,5 Jahre Haft

Ehefrau jahrelang betäubt und vergewaltigt: 8,5 Jahre Haft
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Ein 61-jähriger Mann muss für achteinhalb Jahre ins Gefängnis, nachdem das Landgericht Aachen ihn schuldig gesprochen hat, seine Ehefrau über einen Zeitraum von sechs Jahren regelmäßig betäubt und sexuell missbraucht zu haben.

Wie das Gericht am Freitag mitteilte, dokumentierte der Täter seine Übergriffe auf Video und verbreitete das Material im Internet. Die Straftaten ereigneten sich laut Urteil zwischen 2018 und 2024 in der gemeinsamen Wohnung des Ehepaares.

Die Richter sahen die Tatbestände der schweren Vergewaltigung, gefährlichen Körperverletzung sowie der Verletzung von Persönlichkeitsrechten durch Bildaufnahmen als erwiesen an. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig – eine Revision bleibt möglich.

⇢ Klinik-Horror: Videos zeigen Pfleger-Übergriffe auf Komapatienten – Kind betroffen

Ähnlicher Fall

Der deutsche Fall weist deutliche Ähnlichkeiten mit einem aufsehenerregenden Prozess in Frankreich auf. Dort wurde Dominique Pelicot im vergangenen Jahr zu 20 Jahren Haftstrafe verurteilt. Er hatte seine damalige Frau Gisèle wiederholt mit Medikamenten bewusstlos gemacht und anschließend anderen Männern ermöglicht, sie zu vergewaltigen – Kontakte, die er über einschlägige Internetforen herstellte.

Gisèle Pelicot bestand auf einer öffentlichen Verhandlung mit dem erklärten Ziel, „die Scham die Seite wechseln“ zu lassen. Im Verlauf des Verfahrens entwickelte sie sich zu einer wichtigen Symbolfigur im Kampf gegen sexualisierte Gewalt.

⇢ Französischer Fritzl“ in U-Haft: Kind enthüllt Familien-Hölle

Neben ihrem Ex-Mann wurden 50 weitere Täter zu Gefängnisstrafen verurteilt.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen