Ein KI-Bot sollte Amazons Probleme lösen – und machte alles nur schlimmer. Der Konzern sieht das allerdings anders.
Wie die „Financial Times“ berichtet, soll Amazon vor einigen Wochen durch eine eigene automatisierte Software in ernsthafte Schwierigkeiten geraten sein – nicht weil diese versagte, sondern weil sie ein bestehendes Problem erst recht verschlimmerte. Demnach kam es im Dezember zu einem rund 13-stündigen Ausfall der Internetservices des US-amerikanischen Onlinekonzerns, ausgelöst durch den konzerneigenen KI-Bot „Kiro“.
Bei dem Programm handelt es sich um einen sogenannten Bot – kurz für Roboter –, der mithilfe künstlicher Intelligenz gezielt auf Fehlersuche geschickt worden war. Statt das ursprüngliche Problem zu beseitigen, soll „Kiro“ jedoch selbst einen Fehler produziert haben, der letztlich den Ausfall der Webdienste nach sich zog.
Amazons Widerspruch
In einem wesentlichen Punkt widersprach Amazon der Darstellung der „Financial Times“. Zwar bestätigte der Konzern das Auftreten von Fehlern, betonte jedoch laut dem Bericht, dass es sich dabei um gewöhnliche technische Fehler gehandelt habe – nicht um spezifische Fehler, die auf den Einsatz künstlicher Intelligenz zurückzuführen seien.
Im Anschluss an den Vorfall seien zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen eingeführt worden.