Einbruch bei Bürgermeister Ludwig, Serbe verurteilt

HAFTSTRAFE

Einbruch bei Bürgermeister Ludwig, Serbe verurteilt

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Symbolbild (FOTO: iStockphoto, KOSMO)

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Am Dienstag stand der 34-Jährige vorm Wiener Landesgericht, da ihm vorgeworfen wurde, im Herbst 2018 in das Kleingartenhaus des Wiener Bürgermeisters eingebrochen zu sein.

Am 1. November 2018 schlug der mittlerweile verurteilte Täter mit einem Stein ein Loch in eine Fensterscheibe des Gartenhauses von Michael Ludwig, um sich so Zugang zu verschaffen. Vor Gericht beteuerte der Serbe, dass er nicht wusste, dass es sich um das Haus des Wiener Bürgermeisters handle. „Ich habe das Objekt ganz zufällig ausgewählt. Vielleicht bin ich mit der Straßenbahn oder dem Taxi vorbeigefahren“, so der Angeklagte.

Der Anwalt des Angeklagten bezeichnete seinen Mandanten als „nicht so geschickten Einbrecher“, da er zwölf Mal DNA-Spuren hinterließ, obwohl er Handschuhe getragen haben soll. Aus dem Kleingartenhaus des Wiener Bürgermeisters entwendete er Schmuck im Wert von rund 5.000 Euro.

Beute bei Schwester versteckt
Dieser Einbruch war jedoch nicht die einzige Straftat dieser Art, wie das Strafregister des 34-Jährigen zeigt. Bereits 2010 wurde der Serbe wegen gewerbsmäßigen Einbruchsdiebstahls zu 18 Monaten teilbedingter Haft verurteilt worden. Nach seiner vorzeitigen Entlassung wurde er abgeschoben und mit einem Aufenthaltsverbot belegt. Zurück in Serbien änderte seinen Nachnamen, um so wieder nach Wien reisen zu können, wo seine Schwester lebt.

Seit 2015 soll er hierzulande immer wieder in Wohnungen eingebrochen haben. Laut Anklage beläuft sich der Wert der Beute auf insgesamt 91.000 Euro. Den gestohlenen Schmuck und andere Wertgegenstände versteckte er in einem Karton im Schlafzimmer der Schwester.

Der 37-Jährige wurde in 16 von 19 Anklagepunkten schuldig gesprochen. Das Wiener Landesgericht verurteilte ihn zu 4 Jahren Haft, während die Schwester und ihr Gatte, wie wegen Hehlerei mitangeklagt waren, freigesprochen wurden. Das Gericht ging davon aus, dass die Beiden nichts von den kriminellen Machenschaften des Bruders wussten.

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