Die NATO startete am Mittwoch ihre neue Arktis-Mission „Arctic Sentry“ – ein Schritt, der von Beobachtern als bedeutendes Zugeständnis an US-Präsident Donald Trump gewertet wird. Trump hatte in der Vergangenheit mit Äußerungen für Aufsehen gesorgt, in denen er Grönland als potenzielles Übernahmeziel für die USA ins Auge fasste. Der Präsident begründete seine Position mit der angeblichen Bedrohung der größten Insel der Welt durch russische und chinesische Marinepräsenz in der Region.
Paradoxerweise stellen derzeit ausgerechnet die Vereinigten Staaten die einzige reale Bedrohung für Grönlands Status dar. Dennoch scheint das westliche Verteidigungsbündnis nicht gewillt, einen Konflikt mit dem wichtigsten Mitgliedstaat zu riskieren. Die verstärkte NATO-Präsenz in der Arktis dient offenbar auch dem Zweck, Trump zu beschwichtigen und gleichzeitig den territorialen Status quo Grönlands zu wahren.
Geopolitische Spannungen
Sicherheitsexperten warnen unterdessen vor einem möglichen Nebeneffekt: Die verstärkte westliche Militärpräsenz könnte Russland und China durch gemeinsame Provokationen näher zusammenbringen. Die zunehmenden geopolitischen Spannungen in der Region verdeutlichen die strategische Bedeutung der Arktis im Kräftemessen der Großmächte.
Großbritannien hat in diesem Zusammenhang bereits eine Verdoppelung seiner in Norwegen stationierten Truppen angekündigt.
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Ein weiterer Beleg für die militärische Aufwertung des hohen Nordens.