Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Bergrettungseinsatz

Eiskalte Nacht: Hüttenwirt rettet fünf unterkühlte Touristen vom Dachstein

Eiskalte Nacht: Hüttenwirt rettet fünf unterkühlte Touristen vom Dachstein
FOTO: Bergrettung Rauris (Symbolbild)
2 Min. Lesezeit |

**Fünf Wanderer, eine eiskalte Nacht am Dachstein – und ein Hüttenwirt, der zur entscheidenden Schlüsselfigur wurde.**

In der Nacht auf Montag gerieten fünf tschechische Wanderer am Dachstein in ernste Schwierigkeiten und mussten von der Bergrettung aus ihrer misslichen Lage befreit werden. Um 22.30 Uhr schlugen die Bergsteiger Alarm – woraufhin Einsatzkräfte gleichzeitig von zwei Seiten den Aufstieg begannen: von Hallstatt in Oberösterreich sowie von Ramsau am Dachstein in der Steiermark.

Den ersten Kontakt zur Gruppe stellte der Wirt der Simonyhütte her, der selbst als Bergretter tätig ist. Die Wanderer hatten ihre körperliche Leistungsfähigkeit offenkundig weit überschätzt; ein Mitglied der Gruppe zeigte bereits deutliche Anzeichen von Unterkühlung und Erschöpfung.

Mehr zum ThemaGefährliche Tour endet im Einsatz: Vier Wanderer vom Berg geholt!⇢

Nächtlicher Rettungseinsatz

Nach einer ersten Versorgung vor Ort geleitete der Hüttenwirt die fünf Personen langsam in Richtung Simonyhütte. Auf dem Weg dorthin trafen nach und nach weitere Bergretter ein – teils mit Skiern, Skidoo und Rettungsschlitten, teils über den Zustieg von Hallstatt. Der Einsatz zog sich bis in die frühen Morgenstunden, ehe die Einsatzkräfte schließlich auch den Abstieg ins Tal antraten.

Dass Alpinisten ihre Touren üblicherweise bereits in den frühen Morgenstunden beginnen, hat einen guten Grund: Bei Einbruch der Dunkelheit sollen sie längst wieder sicher im Tal oder in einer Hütte sein. Wann die tschechische Gruppe ihren Aufstieg gestartet hatte, ist nicht bekannt – die rechtzeitige Rückkehr gelang ihr jedenfalls nicht, wie der ORF Oberösterreich berichtete.

Für die Bergretter endete der Einsatz erst mit dem Morgengrauen, als sie nach einem langen Nachtdienst wieder ins Tal abstiegen.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen