Schnee, Eis und falsche Ausrüstung: Ein Wochenende in Niederösterreichs Bergen forderte gleich zwei Rettungseinsätze – mit Folgen, die noch nicht abgeschlossen sind.
Am Samstag gerieten zwei 20-jährige US-Amerikanerinnen am Rauhen Kamm im Bezirk Scheibbs in eine gefährliche Lage. Die beiden Frauen hatten ihre Bergtour auf den Großen Ötscher von Lackenhof aus begonnen. Gegen 14.30 Uhr setzten sie einen Notruf ab, weil sie wegen der Schneelage weder vorankamen noch den Rückweg antreten konnten. Der Polizeihubschrauber „Libelle Romeo“ brachte sie schließlich in Sicherheit.
Schneeberg-Einsatz
Ebenfalls am Samstag musste am Schneeberg im Bezirk Neunkirchen ein weiterer Einsatz durchgeführt werden. Ein 20-Jähriger aus dem Bezirk Bruck an der Leitha und ein 23-Jähriger aus dem Bezirk Mödling waren vom Parkplatz Losenheim in Puchberg am Schneeberg aufgebrochen, um den sogenannten „Nandlgrat“ zu besteigen. Eine Hinweistafel, die auf die Route nur für Geübte hinweist, ignorierten die beiden offenbar.
⇢ Lawinen-Alarm: 80 Einsatzkräfte suchen in der Nacht
Laut Polizei waren sie „mit völlig unpassender Ausrüstung“ unterwegs und kamen auf dem schnee- und eisbedeckten Gelände immer wieder ins Rutschen. Nach sechs Stunden Aufstieg war eine selbständige Umkehr nicht mehr möglich – der 23-Jährige alarmierte den Notruf. In Zusammenarbeit mit der Bergrettung wurden die beiden Männer per Tau aus dem Hubschrauber unverletzt ins Tal gebracht.
Kostenprüfung läuft
Beide Einsätze endeten ohne Verletzte. Wie aus einer Aussendung vom Montag hervorgeht, waren alle vier Betroffenen mangelhaft ausgerüstet.
⇢ Großglockner-Tragödie: Freund stieg einfach ab – So lautet das Urteil
Ob die Kosten der Rettungseinsätze verrechnet werden, wird derzeit geprüft.