Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Zuständigkeitswechsel

Wiener Parksheriffs jetzt flächendeckend im Einsatz – nicht nur gegen Autofahrer!

Wiener Parksheriffs jetzt flächendeckend im Einsatz – nicht nur gegen Autofahrer!
Symbolbild (FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Wien zieht die Zügel an: Die Parkraumüberwachung wird neu geordnet – mit spürbaren Folgen für Polizei und Autofahrer.

Die Stadt Wien übernimmt künftig die vollständige Zuständigkeit für die Parkraumüberwachung. Bisher war diese Aufgabe zwischen der Stadt und der Landespolizeidirektion Wien aufgeteilt – eine Konstruktion, die nun aufgelöst wird. Die Magistratsabteilung 67 trägt fortan die alleinige Verantwortung für das Aufspüren von Parksündern, was die Verwaltungsabläufe straffen und die Polizei für ihre Kernaufgaben entlasten soll.

Die geteilte Zuständigkeit bestand seit 2012 auf Grundlage einer Vereinbarung zwischen Bund und Land Wien. Mit der Neuregelung endet diese Konstruktion, die über ein Jahrzehnt Bestand hatte.

Für Wiener Autofahrerinnen und Autofahrer ändert sich im Alltag wenig: Die Kontrollen bleiben streng. Derzeit sind 650 Parksheriffs der MA 67 in allen 23 Wiener Bezirken im Einsatz, die den ruhenden Verkehr nach der Straßenverkehrsordnung überwachen. Zu ihren Aufgaben zählen neben der Kontrolle der Gebührenentrichtung in der flächendeckenden Kurzparkzone auch die Anordnung von Abschleppungen sowie die Überwachung falsch abgestellter E-Scooter.

Klare Strukturen

Im Jahr 2025 wurden in Wien insgesamt 54,4 Millionen Kontrollen durchgeführt, aus denen 1,5 Millionen Strafbescheide resultierten – ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr 2024. Die Bündelung der Zuständigkeiten soll Doppelgleisigkeiten beseitigen und die Abläufe beschleunigen. Verkehrsstadträtin Ulli Sima betont: „Mit der Bündelung der Zuständigkeiten schaffen wir klare Strukturen und vereinfachen die Abläufe in der Parkraumüberwachung.“

Auch Innenminister Gerhard Karner begrüßt die Neuregelung: „Ich halte es für sinnvoll, die Parkraumüberwachung in die Zuständigkeit der Stadt Wien zu übergeben. Denn dadurch stehen mehr Polizistinnen und Polizisten für die Sicherheit der Menschen und somit für polizeiliche Kernaufgaben zur Verfügung.“ In der Nacht wird die Polizei weiterhin unterstützend tätig sein. Die gesetzlichen Grundlagen für die Übertragung der Zuständigkeiten befinden sich derzeit in Ausarbeitung, eine Umsetzung ist noch für dieses Jahr vorgesehen.

Technische Modernisierung

Parallel zur organisatorischen Neuaufstellung wird die Parkraumüberwachung technisch modernisiert. Ab Ende 2026 sollen Scan Cars mit automatisierter Kennzeichenerfassung zum Einsatz kommen, um die Arbeit der MA 67 zu unterstützen.

Die Einnahmen aus verhängten Strafen sind zweckgebunden und fließen in die Straßenerhaltung, die Verkehrsüberwachung sowie die Sozialhilfe zurück.