Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat 13 Packungen Mini-Mozzarella einem mikrobiologischen Test unterzogen – mit beunruhigendem Ergebnis: In mehr als jeder dritten Packung wurden Keime nachgewiesen. Das teuerste der geprüften Produkte wurde als für den menschlichen Verzehr ungeeignet eingestuft.
Mini-Mozzarella-Bällchen gelten als unkomplizierter Snack und beliebte Zutat für leichte Gerichte, haben jedoch von Natur aus eine kurze Haltbarkeit. Von den 13 untersuchten Packungen wiesen acht keinerlei Beanstandungen auf. Bei vier Produkten wurden hingegen Richtwertüberschreitungen bei Verderbniserregern – darunter Hefen und Pseudomonaden (Bakterienart) – festgestellt. Eine Packung erhielt die Bewertung „nicht sicher“.
Hygienemängel festgestellt
Die festgestellten Überschreitungen der Warnwerte bei Hygiene-Indikatoren sowie die erhöhten Konzentrationen von Hefen und Pseudomonaden lassen auf deutliche Mängel in der Hygiene schließen. Krankheitserregende Mikroorganismen wie Salmonellen oder Listerien wurden in keinem der getesteten Produkte nachgewiesen.
Qualitativ einwandfreie Mini-Mozzarella-Produkte sind bereits ab 1,03 Euro je 100 Gramm erhältlich. Das schlechteste Testergebnis erzielte ausgerechnet das teuerste Produkt mit einem Preis von 1,99 Euro pro 100 Gramm. Darüber hinaus stimmte bei vier Produkten das auf der Verpackung angegebene Abtropfgewicht nicht mit dem tatsächlich gemessenen Gewicht überein.
Richtige Lagerung
Da Mozzarella zu den besonders leicht verderblichen Lebensmitteln zählt, sollte er gekühlt transportiert und zügig nach Hause gebracht werden. Im Kühlschrank empfiehlt sich die mittlere Ablage zur Lagerung. Da die aufgedruckten Haltbarkeitsfristen häufig knapp kalkuliert sind, raten Experten dazu, die kleinen Käsekugeln möglichst vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums zu verzehren und vor dem Konsum Geruch, Aussehen sowie Geschmack zu überprüfen. Den kompletten Test findet ihr hier.