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HEIZUNG RESTAURANT WIEN

Erstes Wiener Restaurant führt Heizgebühren für Gäste ein

(FOTO: iStock/ drserg)

Viele Gastronomen seufzen unter den plötzlich gestiegenen Kosten. Einige Wiener Restaurants haben sogar begonnen, für das Sitzen unter Heizstrahlern Gebühren zu erheben.

Carmen Pachschwöll (30), die seit diesem Jahr das Restaurant Lucullus in der Wiener Landstraße betreibt, hat ein Rezept gefunden, um zumindest die Stromkosten zu senken: Wer trotz Herbst gerne im beliebten „Schanigarten“ mit 200 Plätzen sitzt, kann sich mit insgesamt 40 Heizungen aufwärmen.

Wer sich aber aufwärmen will, zahlt extra: 5 Euro für einen Vierertisch, 10 Euro für einen Achtertisch.

„Wir machen mit dieser Gebühr keinen Gewinn, sie deckt nur unsere Mehrkosten“, sagte Pachschwöll gegenüber Heute. „Der Heizkörper benötigt 2 Kilowatt pro Stunde, was etwa 80 Cent kostet. Über den großen Tischen sind vier Strahler angebracht, das sind 3,20 Euro pro Stunde. Im Durchschnitt sitzen unsere Gäste drei Stunden. Das sind 9,60 Euro“, rechnet die Gastronomin vor.

Das Feedback der Gäste sei überwiegend positiv gewesen, berichtet Pachschwöll. Reklamationen sind sehr selten, schließlich wird der Heizungszuschuss weder auf der Website noch bei der telefonischen Reservierung versteckt.

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