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Seit 2016 weg

ESC-Comeback von Bosnien: Hoffnung oder Enttäuschung?

ESC-Comeback von Bosnien: Hoffnung oder Enttäuschung?
(FOTO: EPA / ORESTIS PANAGIOTOU)
2 Min. Lesezeit |

Bosnien und Herzegowina fehlt beim ESC – und das seit einem Jahrzehnt. Auch 2027 bleibt die Bühne leer.

Seit Jahren hoffen Eurovision-Fans auf diesen Moment – doch die Enttäuschung setzt sich fort: Bosnien und Herzegowina wird auch beim nächsten Wettbewerb nicht dabei sein.

Dabei kann das Land auf eine beachtliche ESC-Vergangenheit zurückblicken. Von 1993 bis 2016 stand Bosnien und Herzegowina insgesamt 19 Mal auf der Eurovisionsbühne. Einen der größten Erfolge erzielte das Land im Jahr 2006, als Hari Mata Hari mit „Lejla“ den dritten Platz belegte – ein Ergebnis, das bis heute als Meilenstein der bosnischen ESC-Geschichte gilt.

Keine Rückkehr 2027

Doch auch 2027 wird es keine Rückkehr geben. Der öffentlich-rechtliche Sender BHRT hat gegenüber dem Portal „ESC Today“ bestätigt, dass Bosnien und Herzegowina beim kommenden Wettbewerb in Bulgarien nicht vertreten sein wird.

Seit dem Rückzug im Jahr 2016 ist das Land beim Eurovision Song Contest abwesent – in erster Linie wegen anhaltender finanzieller Schwierigkeiten des Senders BHRT. Hinzu kommen aufgelaufene Schulden gegenüber der Europäischen Rundfunkunion (EBU), die die Lage zusätzlich verschärfen. Die Situation hatte zuletzt ein kritisches Ausmaß erreicht: Die EBU warnte öffentlich vor einem möglichen Zusammenbruch des Senders. Im Dezember 2016 verhängte die EBU Sanktionen gegen BHRT und kappte den Zugang des Senders zum Eurovision News Exchange. Internationale Medienorganisationen und öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten riefen daraufhin zu raschen Maßnahmen auf, um sowohl den Fortbestand von BHRT als auch den selbständigen Journalismus in Bosnien und Herzegowina zu sichern.

Staatliche Finanzspritze

Zumindest ein erster Schritt in Richtung Stabilisierung ist nun erkennbar: Das Ministerium für Kommunikation und Verkehr stellt BHRT zusätzliche sechs Millionen Bosnische Mark – umgerechnet rund drei Millionen Euro – zur Verfügung. Minister Edin Forto bezeichnete dies als die bislang umfangreichste staatliche Förderung des Senders aus Mitteln der Kommunikationsregulierungsbehörde.

Langfristig könnte diese Finanzierung auch die Voraussetzungen für eine ESC-Rückkehr verbessern – für 2027 allerdings kommt sie zu spät.

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KO KOSMO-Redaktion
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