Deutsche Autobauer stemmen sich gegen das EU-Verbrennerverbot, während andere Hersteller auf Elektrokurs bleiben. „Ich sehe keine Logik in einer Verlangsamung“, betont Volvo-Chef Hakan Samuelsson, der am ursprünglichen Zeitplan festhalten will.
Das für 2035 geplante Verkaufsverbot neuer Benzin- und Dieselfahrzeuge in der Europäischen Union könnte um fünf Jahre nach hinten verschoben werden. Wie The Times berichtet, haben führende Vertreter der Automobilindustrie in vertraulichen Gesprächen bestätigt, dass eine entsprechende Bekanntmachung in Kürze erfolgen könnte. Damit würde das Verbrenner-Aus erst 2040 in Kraft treten.
Aufschub-Pläne
Tim Tozer, früherer Geschäftsführer von Vauxhall, Mazda und Mitsubishi in Großbritannien und heute Vorsitzender des Autoversicherungskonzerns Allianz, verfügt nach eigenen Angaben über verlässliche Informationen zur geplanten Fristverlängerung. Laut seiner Aussage gegenüber der Sunday Times plant die EU-Kommission einen fünfjährigen Aufschub. Dies würde bedeuten, dass Neuwagen ab Anfang 2040 ausschließlich mit Elektroantrieb oder anderen emissionsfreien Technologien ausgestattet sein dürften.