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EU gibt grünes Licht für „Sputnik V“-Zulassung

(FOTO: Wikimedia Commons/Ministry of Defence of the Russian Federation)

Am Donnerstag kündigte die europäische Arzneimittelagentur EMA an, ein schnelles Prüfverfahren für die mögliche Zulassung des russischen Impfstoffs „Sputnik V“ für die EU einzuleiten.

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA hat mit einem „Rolling Review“, sprich: einem Eilverfahren für den russischen Impfstoff „Sputnik V“ begonnen, wie die EMA am Donnerstag auf Twitter mitteilte. Die Entscheidung basiere auf Ergebnissen von Laborversuchen und klinischen Studien. Bei einem Eilverfahren werden Testergebnisse bereits geprüft, auch wenn noch nicht alle Ergebnisse vorliegen und auch kein Zulassungsantrag gestellt wurde.

„Sputnik V“ zu 91 Prozent wirksam
Das vom russischen Gamaleja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie entwickelte „Sputnik V“ rege laut vorliegenden Studien die Bildung von Antikörpern gegen das Virus an und könne so eindeutig beim Schutz vor Covid-19 helfen.Die Wirksamkeit von „Sputnik V“ wird mit 91 Prozent angegeben. Wann eine Zulassung erfolgen könnte, ist allerdings noch nicht abzusehen.

Verwirrung um Antrag
Mit ein Grund ist möglicherweise, dass bisher noch kein Antrag bei der EU gestellt worden sei. Die Hersteller von „Sputnik V“ hatten zwar bereits mehrfach angegeben, dass ein solcher Antrag an die EU-Behörde gestellt worden sei, laut EMA war dies bisher jedoch nicht der Fall. Der russische Hersteller hatte bei der EMA als EU-Partner die Firma R-Pharm Germany GmbH angegeben.

Ungarn injiziert „Sputnik V“ bereits
In Ungarn wird der russische Vektor-Impfstoff bereits eingesetzt, auch ohne eine EU-weite Zulassung. Auch andere EU-Länder planen dies unabhängig von der EMA-Entscheidung. Russland rechnet damit, dass mehrere Länder noch im März eine Zulassung erteilen werden.

Impfstoffe für 50 Millionen EU-Bürger könnten dann ab Juni an die Mitgliedsstaaten geliefert werden, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters mit Verweis auf russische Behörden.

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