Start NEWS POLITIK “Keine Unabhängigkeit Kosovos durch Hammerschläge auf uns”
KOSOVO

“Keine Unabhängigkeit Kosovos durch Hammerschläge auf uns”

(FOTOS: Instagram Buducnostsrbije/iStock)

Der serbische Präsident Aleksandar Vučić traf den EU-Sonderbeauftragten Miroslav Lajčak, um die Verhandlungen zu Kosovo und einen möglichen EU-Beitritt fortzusetzen.

Der EU-Sonderbeauftragte Miroslav Lajčak hat nach seinem Abstecher in Priština eine zweitägige Serbien-Reise angetreten. Bei der Gelegenheit kam es zu einem Treffen mit dem serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić. Es wurde eine Medienkonferenz abgehalten, bei der einige interessante Aussagen getätigt wurden.

“Wenn jemand denkt, dass man Serbien mit dem Hammer auf den Kopf schlagen wird und uns sagen ihr müsst die Unabhängigkeit Kosovos anerkennen, das wird nicht passieren.” Lajčak betonte, dass der Status Quo für niemanden gut ist und der Dialog für beide Seiten ausschlaggebend ist, um auf dem europäischen Weg voranzukommen.

Auf Instagram teilte Vučić einen Post, in welchem er die wichtigsten Punkte zusammenfasste. Darunter fiel, dass Serbien sich dem Dialog mit Priština widmet und jederzeit für Gespräche bereit ist. Außerdem unterstütze man die Anstrengungen des Sonderbeauftragten, eine Lösung zu finden, ohne Ultimaten und erzwungenen Lösungen. Weiters möchte man, dass es ein Verständnis für die serbischen nationalen Interessen gibt und nicht nur für die albanischen. Man sei aber darauf bedacht, dass beide Seiten zufrieden sind. In einem letzten Punkt erklärt Vučić, dass Serbien darauf insistieren wird, dass Brüssel bzw. Kosovo alle versprochenen Übereinkünfte einhalten würden.

Priština und Belgrad statt Kosovo und Serbien
Der EU-Vertreter sprach die ganze Zeit von Serbien und Kosovo. Daran störte sich Vučić anscheinend und “besserte” Lajčak aus. “Miroslav hat sich getäuscht, man sagt Priština und Belgrad, nicht Kosovo und Serbien, aber ich glaube das war keine Absicht”, so der Serbe. Zusammengefasst meinte Vučić, dass er und der slowakische Gesandte ein gutes Gespräch hatten und ihm die wichtigsten Punkte aus dessen Gespräch in Priština mitgeteilt wurden.