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Europride abgesagt

Europride und Serbien: Vucic sagt Pride ab, Organisatoren sprechen von Verfassungsverstoß

(FOTO: EPA/ KOCA SULEJMANOVIC, ANDREJ CUKIC)
(FOTO: EPA/ KOCA SULEJMANOVIC, ANDREJ CUKIC)

Die Pride Parade, die für September in Belgrad angesetzt war, wurde kurzerhand abgesagt oder verschoben, teilte Aleksandar Vucic am Samstag der Öffentlichkeit mit.

„Die Premierministerin und die Regierungsmitglieder werden dies in Einklang mit dem zuständigen Gesetz bald erläutern, die Pride Parada im September wird verschoben oder abgesagt, oder wie auch immer diese heißt“, sagte Vucic.

Der Geschäftsführer der Pride Belgrad, Marko Mihajlovic betonte, dass der Staat die Europride nicht absagen kann, er kann sie nur verbieten. Damit würde Vucic aber gegen die Verfassung verstoßen. „Die Europride wird daher am 17. September um 19 Uhr vor dem Regierungsgebäude stattfinden“, sagte Mihajlovic. Auch Goran Miletic, Koordinator der Europride, gab bekannt, dass es keine Absage oder Verschiebung für die größte europäische LGBT Manifestation geben darf. „Man kann keine Aktivitäten während der Europride Woche verbieten, man kann nur das Spazierengehen verbieten“.

„So eine Entscheidung wäre, angesichts der Entscheidung des serbischen Verfassungsgerichtes für die Absagen in 2009, 2011, 2012 und 2013, verfassungswidrig und wir würden uns mit rechtlichen Mitteln dagegen wehren“, betonte Miletic.

Die Europride, welche jedes Jahr in einer anderen europäischen Stadt abgehalten wird, war dieses Jahr für Belgrad vom 12. bis 18. September angesetzt.

Vucic betonte, dass die Europride, angesichts der angespannten politischen Situation nicht stattfinden kann. „Das sage ich nicht nur weil ich darüber glücklich bin, sondern wir können in diesem Moment nicht“.

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