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Spesenaffäre

Ex-FPÖ-Chef packt aus: Strache wirft Kickl Geldverschwendung vor

Ex-FPÖ-Chef packt aus: Strache wirft Kickl Geldverschwendung vor
FOTO: EPA/CHRISTIAN BRUNA
2 Min. Lesezeit |

Strache schlägt zurück – und trifft dabei einen, der längst auf der anderen Seite steht: seinen Nachfolger Kickl.

In der Spesen-Causa geht Heinz-Christian Strache, der frühere Bundesparteiobmann der FPÖ, in die Offensive – und richtet seine Angriffe dabei direkt gegen seinen Nachfolger Herbert Kickl. Strache selbst steht unter dem Verdacht, Gelder der Wiener FPÖ für private Zwecke abgerechnet zu haben; die Staatsanwaltschaft ermittelt. In seiner Reaktion auf die Vorwürfe relativiert er die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen und weist strafbare Handlungen erneut von sich.

Straches Gegenangriff

In einer Stellungnahme, über die der „Standard“ berichtete, erhebt Strache seinerseits Vorwürfe gegen Kickl: Er wirft dem amtierenden Parteichef einen zweifelhaften Umgang mit Parteigeldern vor und stellt dessen Arbeitseinsatz infrage. Darüber hinaus sieht er auch bei weiteren FPÖ-Funktionären problematische Praktiken im Umgang mit Spesen und Zuwendungen.

Eine von der Partei angeschaffte Campingausrüstung etwa sei im Rahmen eines „parteilichen Teambuildingseminars“ verwendet worden, an dem auch Kickl teilgenommen habe. Eine kostspielige Armbanduhr, die Strache besitzt, rechtfertigte er als Geburtstagsgeschenk der Partei zu seinem 40. Geburtstag. Kickl wiederum habe bei einem ähnlichen Anlass eine Bergausrüstung erhalten.

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Politische Reaktionen

Die ÖVP nutzte Straches Rundumschlag umgehend für einen Angriff auf den derzeitigen FPÖ-Chef. „Außer Spesen nichts gewesen – das ist die Leistungsbilanz des Herbert Kickl“, schrieb Generalsekretär Nico Marchetti.

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Auch die SPÖ meldete sich zu Wort: „Strache bestätigt damit, was wir schon längst wissen. Herbert Kickl kann nichts außer hetzen und spalten. Er ist nicht nur feige, sondern auch noch faul“, erklärte Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim in einer Aussendung.