Eine dramatische Wende erschüttert den Fall des getöteten Fabian: Die Ex-Partnerin seines Vaters sitzt unter Mordverdacht in U-Haft – ausgerechnet sie hatte die Leiche gefunden.
Nach fast vier Wochen intensiver Ermittlungen im Fall des verschwundenen achtjährigen Fabian aus Güstrow haben die Behörden am Donnerstag, dem 6. Jänner, einen entscheidenden Durchbruch erzielt. Gina H., die frühere Partnerin von Fabians Vater, wurde unter dringendem Mordverdacht festgenommen und befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft. Der Fall, der bundesweit für Erschütterung sorgt, nimmt damit eine dramatische Wendung.
Die 29-Jährige reagierte auf ihre Festnahme mit sichtbarer Bestürzung, wie ihr Pflichtverteidiger Andreas Ohm im Gespräch mit RTL schilderte. “Natürlich ist sie von der Festnahme sehr mitgenommen und auch sehr überrascht, weil damit hat sie nicht gerechnet.” Der Anwalt beschrieb den emotionalen Zustand seiner Mandantin deutlich: “Es ist kein Geheimnis: Wenn man festgenommen wird, ist man erschüttert. Natürlich ist die Beschuldigte dabei in Tränen ausgebrochen und war sichtlich erschüttert, hat gezittert.”
⇢ Tötung des kleinen Fabian (8): Mordverdächtige geschnappt
Familiäre Auswirkungen
Die Festnahme wirkt sich auch unmittelbar auf das familiäre Umfeld der Verdächtigen aus. Gina H. ist selbst Mutter eines siebenjährigen Jungen, der nun anderweitig untergebracht werden musste. “Meines Wissens nach ist ihr Sohn gestern der Familienhilfe und der Jugendhilfe vom Landkreis Rostock übergeben worden. Wie es da weitergeht, wird sicherlich das Familiengericht hier in Güstrow zu klären haben”, erläuterte Ohm. Auch die Großeltern der Beschuldigten, mit denen sie zusammenlebte, stehen unter dem Schock der Ereignisse.
Ohm, der als Fachanwalt für Strafrecht vom Amtsgericht Rostock als Pflichtverteidiger bestellt wurde, erhielt erst am Vorabend Einsicht in den Haftbefehl. Er äußert sich zurückhaltend zu den Anschuldigungen: “Ich kann die Vorwürfe im Moment nicht überprüfen. Aus meiner Sicht handelt es sich hierbei größtenteils um Indizien.” Der Verteidiger plant nun, sämtliche Akten zu sichten, um die gegen seine Mandantin erhobenen Vorwürfe gründlich zu prüfen.
⇢ Schläge und Messerstiche: 72-Jähriger in Dusche verblutet – Sohn findet ihn
Verdächtige Umstände
Auf Anraten ihres Rechtsbeistands verweigert Gina H. seit Bekanntwerden der Tatvorwürfe jegliche Aussage. Bemerkenswert ist, dass sie es war, die am 14. Oktober – vier Tage nach Fabians Verschwinden – dessen Leiche an einem kleinen Tümpel im Wald bei Klein Upahl entdeckte. Damals wurde sie stundenlang von den Ermittlern befragt, allerdings noch als Zeugin und nicht als Tatverdächtige.
Ob die 29-Jährige tatsächlich für den Tod des Jungen verantwortlich ist, bleibt abzuwarten. Bekannt ist, dass sie sich erst im August nach vierjähriger Beziehung von Fabians Vater getrennt hatte. Die Ermittlungsbehörden halten sich derzeit mit weiteren Details zur Tatverdächtigen und zum Tathergang bedeckt.
Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt für Gina H. die Unschuldsvermutung.
Folge uns auf Social Media!














