Nordkoreanische Soldaten, Milliarden für Rüstung, ein wachsendes Militär – Russlands Kriegsmaschinerie nimmt eine neue Dimension an.
Laut Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat Russland eine neue Mobilmachungsphase eingeleitet, in deren Rahmen auch ausländische Kräfte einbezogen werden. „Sie (die Russen, Anm.) planen auch, verstärkt Ausländer einzubeziehen“, erklärte Selenskyj.
Bereits jetzt befinden sich nordkoreanische Soldaten auf russischem Territorium. „Derzeit befinden sich mehr als 8.000 nordkoreanische Soldaten auf russischem Territorium“, so der ukrainische Präsident. Ein weiteres Kontingent soll folgen: „Darüber hinaus wird die Entsendung eines Kontingents von weiteren 10.000 Soldaten vorbereitet.“
Russlands Aufrüstung
Als Gegenleistung für die militärische Unterstützung stellt Russland Nordkorea Technologien zur Verfügung und leistet Hilfe beim Aufbau einer eigenen Produktion von Angriffsdrohnen.
Parallel dazu hat Kremlchef Wladimir Putin ein Dekret unterzeichnet, das eine Aufstockung der russischen Streitkräfte um 15.500 Soldaten vorsieht. Damit steigt die Gesamtpersonalstärke des russischen Militärapparats auf 2.441.630 Personen, davon 1.550.500 Militärangehörige.
Zusätzlich plant die russische Regierung, die Militärausgaben bis zum Jahr 2027 auf 17,1 Billionen Rubel zu erhöhen – das entspricht rund 178 Milliarden Euro.
Selenskyjs Warnung
Selenskyj sieht in diesen Entwicklungen eine Bedrohung, die weit über die unmittelbare Kriegsregion hinausreicht. „So breitet sich das Böse aus, und so greift eine Bedrohung für das Leben in einem Teil der Welt auf andere Teile der Welt über“, warnte er.
Die Beteiligung nordkoreanischer Soldaten unterstreicht die zunehmend internationale Dimension des Konflikts und dürfte sowohl in Europa als auch in anderen Weltregionen sicherheitspolitische Bedenken auslösen.