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KÖNIGLICHE HOHEIT

Exklusiv: Die serbische Königsfamilie öffnet die Schlosspforten für KOSMO!

Exklusiv: Die serbische Königsfamilie öffnet die Schlosspforten für KOSMO!
FOTO: Nemanja Milatovic
17 Min. Lesezeit |

Kürzlich waren Sie in Amerika, wo Sie auch mit Präsident Donald Trump zusammengetroffen sind. Darf ich fragen, worüber Sie gesprochen haben?
Wir sind seit Jahren mit Präsident Trump befreundet. Wir waren oft bei ihm in New York und in Palm Springs und zweimal war er auch in seinem Haus in Mar-a-Lago unser Gastgeber. Wir haben uns dort mit Präsident Trump, seiner Frau Melania und seinem Sohn Baron, einem sehr guten und klugen Buben, der sogar Slowenisch spricht, sehr wohlgefühlt. Die Eltern seiner Frau Melania sind auch sehr feine Menschen.

500.000 EURO Entschädigung wurden vom Staat für den Weißen Hof festgesetzt.

Die serbischen Medien haben berichtet, dass Sie Präsident Trump überreden wollen, nach Serbien zu kommen.
Unser Präsident, Aleksandar Vučić, wünscht sich, dass Herr und Frau Trump nach Serbien kommen. Ich weiß, dass sie eine Einladung erhalten haben. Wir haben ihn ebenfalls eingeladen und warten auf eine Antwort. Ich nehme an, dass er, wenn er nach Serbien kommt, auch die übrigen Länder der Region besuchen wird, genau wie Prinz Charles das gemacht hat. Das ist ein System, da geht es um das Gleichgewicht. In jedem Fall wissen sie, dass bei uns am Hof ein Zimmer auf sie wartet, so wie wir ein Zimmer in ihrem Haus hatten. Nur ein Meer, so wie bei ihnen in Mar-a-Lago, haben wir nicht.

In Serbien ist Ihnen angeblich eine Entschädigung von 500.000 Euro für den Weißen Hof auferlegt worden. Werden Sie sich wegen der Verletzung des Eigentumsrechts an Ihrem Privatvermögen an ein internationales Gericht wenden?
Ich hoffe, dass diese Frage sowohl im Sinne meiner Familie als auch für alle anderen Menschen schon bald gelöst wird, obwohl es wichtigere Fragen gibt, die auch noch ungelöst sind. Auf jeden Fall wäre eine endgültige Lösung der Frage des Status der Königsfamilie für die Karađorđevićs und für die Bürger Serbiens und den Staat Serbien von Vorteil. Die beiden Paläste im Rahmen des Hofkomplexes in Dedinje, der Königliche und der Weiße Hof, sowie auch das sonstige Vermögen einschließlich des Safes Nr. 555 bei der Nationalbank sind unzweifelhaft Eigentum König Aleksandars I. Diese Immobilien wurden aus persönlichen Mitteln meines Großvaters gekauft, errichtet und instand gehalten, dafür habe ich absolute und unauslöschliche Beweise. Das Privateigentum ist eines der grundlegendsten Menschenrechte und die Grundlage aller demokratischen und zivilisierten Länder. Privateigentum kann man nicht unterschiedlich behandeln, je nachdem, ob es in der Vergangenheit oder in der Gegenwart erworben wurde, das wären doppelte Standards.

Sie sind Vater dreier Söhne, der Prinzen Petar,Philip und Aleksandar. Wir ist deren Verhältnis zu Serbien und dem historischen Erbe ihrer Vorfahren?
Ihr Verhältnis zu Serbien ist voller Respekt und Emotionen; teilweise, weil ich mich mein ganzes Leben lang bemüht habe, ihnen diese Liebe zu Serbien und der serbischen Tradition zu vermitteln, und teilweise, weil sie sich selbst davon überzeugt haben, wie wichtig und unersetzlich die Wurzeln, die Heimat, die Tradition und das Volk sind. Ich bin stolz auf sie, dass sie so sind, wie sie sind, echte Sprosse des Stammes, aus dem wir stammen und dessen wir uns rühmen.

Sie haben auch einen Enkel, der in Belgrad geboren ist. In welcher Sprache hat er seine ersten Worte gesprochen?
Stefan ist ein wunderbares Kind, er lacht immer und wir alle lieben ihn sehr. Kürzlich ist er ein Jahr alt geworden, und seine ersten Worte sind „mama“ und „tata“, aber auch „deda“, und die hat er auf Serbisch gesagt, worauf ich sehr stolz bin. Ich bin immer glücklich, wenn ich ihn, Danica und Philip sehe. Sie werden im Juni zu uns kommen. Ich glaube, ihr Plan ist es, in spätestens zwei Jahren aus London ganz nach Serbien zurückzukehren.

Ihre Frau und Sie sind humanitär sehr engagiert. Worum handelt es sich da genau?
Wenn es um meine Stiftung für Bildung und Kultur geht, bin ich stolz darauf, dass wir in diesem Juni im Weißen Hof zum achtzehnten Mal in Folge einen traditionellen Empfang für über 600 der besten Maturanten Serbiens und der Republika Srpska geben werden. Daneben haben wir auch zahlreiche Stipendien im Bereich der Informationstechnologien sowie für verschiedene ausländische Akademien und Schulen vergeben. Ich bin sehr stolz auf meine Gattin, Prinzessin Katharina, die als Schirmherrin ihrer Stiftung in Serbien und der humanitären Organisation Lifeline in den USA, Großbritannien, Kanada und Griechenland sehr aktiv ist. Meine Frau engagiert sich für die Anwerbung von Spenden, vor allem medizinischer Ausrüstung, für Hilfe für Krankenhäuser, Schulen und Altenheime sowie auch in der Organisation der Ausbildung für medizinisches Personal.

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I. K. H. Prinzessin Katharina Karađorđević

Erzählen Sie mir etwas über Ihr Leben, bevor Sie in die Königsfamilie eingeheiratet haben?
Ich bin in Athen geboren, in Griechenland, als stolze Tochter von Robert und Anna Batis, großen Philanthropen, von denen ich die Freigebigkeit gelernt habe. Ich habe eine Schule in der Schweiz besucht. Ich erinnere mich, wie ich meine Mutter einmal gefragt habe, was ich werden sollte, wenn ich groß bin, und sie antwortete, dass das einzige, das sie von mir wollte, war, dass ich im Leben ein gutes Vorbild sein sollte. Wir haben nicht genug gute Vorbilder, und ich habe mich immer bemüht, alles zu geben und ein gutes Vorbild zu sein.

Wo haben Sie Ihren Ehemann kennengelernt und ist es schwer, den Titel einer Prinzessin zu tragen?
Ich habe ihn 1984 in Washington kennengelernt. Geheiratet haben wir am 21. September 1985 in London. Es ist eine große Ehre, der Dynastie der Karađorđevićs anzugehören, die mehr als zwei Jahrhunderte alt ist, aber „Prinzessin“ ist nur ein Titel. Was wichtig ist, ist die Person hinter diesem Titel. Der Titel gibt uns nur die Gelegenheit, anderen zu helfen.

Dennoch begann für Sie ein ganz neues Leben, obwohl die Mentalität der Griechen und der Serben sehr ähnlich ist.
Ja, es war ein anderes Leben, aber ich wurde als Mädchen dazu erzogen, dem Mann zur Seite zu stehen, den ich im Herzen trage. Ich glaube an das Schicksal und folge ihm. Ich glaube auch an Gott und ich glaube, dass Er nie mehr von uns fordern würde, als wir leisten können. Die Ähnlichkeit der Mentalitäten der Griechen und der Serben, vor allem in der Achtung der Familientradition, ist einer der Gründe, aus denen ich meine Rolle hier ohne große Anstrengung erfüllen kann. Ich hatte großes Glück, den Mann kennenzulernen, der hinter dem Titel steckt, denn er ist jemand, der seine Krone im Herzen trägt. Das ist das, was mich an ihn bindet. Er ist sehr realistisch, ein hervorragender Vater, Ehemann und Freund. Er ist ganz darauf fokussiert, Möglichkeiten zu finden, wie er das Leben der Menschen in Serbien verbessern kann. Aus all diesen Gründen ist meine Liebe zu ihm noch größer geworden, seitdem wir nach Serbien gekommen sind, denn ich habe ihn inmitten seines Volkes gesehen, wozu es früher keine Gelegenheit gab. Das hat mich sehr berührt, und sein Engagement für das serbische Volk macht ihn zu einem einzigartigen Menschen. Er ist für Serbien ein Gottesgeschenk!

Schaffen Sie es manchmal, nur Ehefrau zu sein und die Prinzessin in sich abzuschalten?
Unabhängig von unseren offiziellen Titeln ist er mein Prinz und ich seine Prinzessin, mit Kronen in unseren Herzen. Es war wunderschön, als wir mehr Freizeit hatten, um gemütlich Kaffee zu trinken und andere Gemeinsamkeiten zu genießen, aber es gibt eine Zeit für alles, das habe ich von meiner Mutter gelernt. Wenn man seinem Schicksal folgen will, muss man auch manchmal auf etwas verzichten. Wir können nicht alles haben, wir müssen Prioritäten setzen, alles hat seinen Platz.

STIFTUNG. Die Prinzessin arbeitet engagiert für die Ausstattung serbischer Krankenhäuser.

Wie funktioniert Ihre Stiftung und wem kommt Ihre Hilfe zugute?
Neben der humanitären Organisation Lifeline mit ihren  fünf Büros weltweit wurde 2001, als wir mit der Mission, den Menschen unabhängig von ihrer religiösen oder nationalen Zugehörigkeit in ihrem Unglück zu helfen, dauerhaft nach Belgrad übersiedelt sind, der Fonds Nj. K. V. Prinzessin Katharina gegründet. In all diesen Jahren hat die Stiftung vieles erreicht und den gefährdetsten Bürgern Serbiens sowie auch den Gesundheitseinrichtungen geholfen. Wir haben vor 25 Jahren mit medizinischer Ausrüstung begonnen, die wir der Universitätskinderklinik in der Tiršova-Straße (Belgrad) gespendet haben, und haben mit medizinischem Gerät und Krankenhausbetten für fast jedes Gesundheitszentrum und Krankenhaus in Serbien weitergemacht. Wir haben ein Projekt zur Modernisierung der Abteilungen für neonatale Intensivpflege in Serbien, im Rahmen dessen wir 250 Inkubatoren im Wert von über 2 Millionen Euro bereitgestellt haben. Wir haben auch das erste mobile Mammographiegerät angeschafft, mit dem über 100.000 Frauen untersucht wurden, usw. Allein im vergangenen Jahr haben wir verschiedene medizinische Geräte ausgeliefert und haben Kinder ohne Eltern und ältere Personen mit Spenden von über 2 Millionen Euro unterstützt. Kürzlich haben wir mithilfe guter Menschen aus New York und Toronto dem Institut für Onkologie und Radiologie Serbiens ein Ultraschallgerät im Wert von 73.000 Euro gespendet, und ich bin sehr glücklich, dass wir bald auch die Ausrüstung für genetische Tests von Krebszellen übergeben können. Dem Klinikzentrum in Niš haben wir eine Arbeitsstation für ein Mammographiegerät beschafft und dem Onkologischen Institut der Vojvodina in Sremska Kamenica Monitore für Patienten. All das wird über eine Förderung finanziert, die wir von der Stiftung Niarchos aus Amerika bekommen haben, mit der wir schon seit langem zusammenarbeiten.

Die Königsfamilie

Der Stammvater der Familie Karađorđević was Vožd Karađorđe, auf den sein Sohn, Fürst Aleksandar, folgte.

Als nächster folgte König Petar I., der mit der montenegrinischen Prinzessin Zorka, einer Tochter von König Nikola Petrović, verheiratet war.

König Aleksandar I., der im Volk als Einiger bekannt ist, war mit Marija verheiratet, einer Tochter des rumänischen Königs und Enkelin von Königin Victoria. Er wurde 1934 bei einem Attentat in Marseille getötet und hinterließ drei Söhne.

König Petar II. Karađorđević war erst 17 Jahre alt, als er Jugoslawien 1945 verließ. In London heiratete er 1944 Königin Alexandra, eine Tochter des griechischen Königs Alexandros.

Der Thronfolger Aleksandar II. Karađorđević kam am 17. Juli 1945 im Hotel Claridge’s zur Welt. Aufgrund eines Beschlusses der britischen Regierung wurde die Hotelsuite 212 auf Drängen Churchills zu jugoslawischem Territorium erklärt. Im Westminster Abbey vollzog Patriarch Gavrilo die Taufe des Thronfolgers, seine Paten waren König George VI. und dessen Tochter, die damalige Prinzessin und heutige Königliche Hoheit Elisabeth II.

Er war mit Prinzessin Maria da Gloria von Orleans-Braganza, einer Cousine ersten Grades des spanischen Königs Juan Carlos verheiratet. Sie haben die Söhne Petar, Philip und Aleksandar.

Prinzessin Katharina Karađorđević heiratete er am 21. September 1985 in London. Ihre Trauzeugen waren der griechische König Konstantin und Prinz Tomislav Karađorđević.

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VM Vera M.
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