Ein Streit, eine Waffe, ein fataler Moment – in Wyoming endet ein Familienkonflikt mit dem Tod einer Mutter.
Ein Streit über ein gestohlenes Tablet hat in Wyoming zu einer tödlichen Familientragödie geführt. Ein 14-jähriger Junge soll seine 41-jährige Mutter Theresa McIntosh erschossen haben.
Wie die New York Post berichtet, soll die Auseinandersetzung an einem Samstagvormittag, dem 7. März, begonnen haben, als die Frau bei ihrem Sohn Leone ein mutmaßlich gestohlenes Tablet entdeckte und ihn damit konfrontierte. Es sei nicht das erste Mal gewesen, dass die beiden heftig in Streit gerieten – doch diesmal sollte es das letzte sein.
Tödliche Eskalation
Theresa McIntosh war überzeugt, dass ihr Sohn das Gerät einem ihrer Kunden gestohlen hatte, und geriet darüber auch mit Leones Vater in einen heftigen Streit. Im Verlauf der Auseinandersetzung soll sie den Jungen als „zurückgeblieben“ und als „Dieb“ bezeichnet haben. Kurz darauf suchte sie ihn in seinem Zimmer auf und forderte das Passwort für das Tablet.
Leone warf daraufhin ein Notizbuch zu Boden. Als seine Mutter sich danach bückte, soll der Jugendliche ihr in den Hinterkopf geschossen haben.
Leones Vater hielt sich zu diesem Zeitpunkt im Keller auf, wo er mit Kopfhörern Videospiele spielte. Den Schuss nahm er als dumpfes Knallgeräusch wahr, das er für einen platzenden Luftballon hielt. Als er seinen Sohn kurz darauf im Obergeschoss antraf, behauptete dieser, er wisse nicht, was geschehen sei – die Waffe sei „einfach losgegangen“. Trotz sofort eingeleiteter Erste-Hilfe-Maßnahmen durch den Vater erlag Theresa McIntosh noch am selben Tag im Krankenhaus ihren Verletzungen.
Mordgedanken & Anklage
Die Waffe, die neben der Leiche der Frau gefunden wurde, soll Leone bereits nach einem früheren Streit – damals wegen einer Mathe-Note – aus dem Auto seiner Mutter entwendet haben. Wie der Jugendliche später einräumte, hatte er in der Vergangenheit wiederholt Mordgedanken gegenüber seiner Mutter gehegt.
Den tödlichen Schuss gestand er inzwischen.
Leone wurde wegen Mordes angeklagt und soll nach Erwachsenenstrafrecht verurteilt werden. In Wyoming werden 14-jährige Angeklagte bei Anklage wegen Mordes ersten Grades als Erwachsene vor Gericht gestellt. Bei einer Verurteilung droht dem Jugendlichen eine lebenslange Freiheitsstrafe.