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Regeländerungen

FIFA verschärft Regeln vor der WM: Alle Änderungen erklärt

FIFA verschärft Regeln vor der WM: Alle Änderungen erklärt
(FOTO: EPA / MAX SLOVENCIK)
3 Min. Lesezeit |

Rote Karte für Lippenleser, Eckball für trödelnde Torhüter – die FIFA krempelt die Spielregeln zur WM grundlegend um.

Kurz vor dem Anpfiff der Weltmeisterschaft 2026 hat die FIFA die Nationalteams über eine Reihe teils weitreichender Regeländerungen in Kenntnis gesetzt. Das Turnier findet vom 11. Juni bis Mitte Juli 2026 in den USA, Kanada und Mexiko statt. Die Neuerungen verfolgen mehrere Ziele gleichzeitig: flüssigeres Spiel, konsequentere Ahndung von Zeitspiel und ein erweiterter Handlungsspielraum für den Videoschiedsrichter. Darüber hinaus reagiert der Weltverband mit einzelnen Anpassungen auf Vorfälle, die in der jüngeren Vergangenheit für Aufsehen gesorgt hatten.

Besonders ins Auge stechen zwei neue Regelungen, die direkt mit einem Platzverweis geahndet werden können. Wer in einer hitzigen Auseinandersetzung Hand oder Trikot vor den Mund hält, um das Ablesen der Lippen zu verhindern, riskiert künftig die Rote Karte. Als Auslöser für diese Regelung gilt unter anderem ein Vorfall in der Champions League: Benfica-Profi Gianluca Prestianni war nach einer mutmaßlich rassistischen Äußerung gegenüber Real-Madrid-Star Vinicius Junior nachträglich gesperrt worden.

Verlässt eine Mannschaft aus Protest gegen Schiedsrichterentscheidungen geschlossen das Spielfeld, droht den betreffenden Spielern die sofortige Rote Karte. Trainer oder Betreuer, die eine solche Aktion anordnen oder anstacheln, müssen mit derselben Konsequenz rechnen.

Zeitspiel & VAR

Beim Thema Zeitspiel verschärft die FIFA den Kurs deutlich. Torhüter haben ab sofort fünf Sekunden Zeit, den Ball wieder ins Spiel zu bringen – wer diese Frist überzieht, schenkt dem Gegner einen Eckball. Auch bei Auswechslungen gilt künftig ein klares Zeitlimit: Zehn Sekunden hat ein ausgewechselter Spieler, um das Feld zu verlassen. Trödelt er, muss sein Team die Zwischenzeit in Unterzahl überbrücken.

Ähnliches gilt für verletzte Spieler. Nach einer Behandlung auf dem Platz dürfen sie erst nach einer Minute zurückkehren – in dieser Zeit agiert die eigene Mannschaft ebenfalls mit einem Mann weniger.

Deutlich ausgebaut werden auch die Eingriffsmöglichkeiten des VAR. Künftig kann der Videoschiedsrichter überprüfen, ob eine zweite Gelbe Karte und der damit verbundene Platzverweis korrekt ausgesprochen wurden. Zudem darf er eingreifen, wenn die falsche Mannschaft oder der falsche Spieler sanktioniert wurde.

Auch bei Standardsituationen gibt es eine Neuregelung: Begeht ein Angreifer vor einem ruhenden Ball ein klares Foul, das einen Verteidiger am Eingreifen hindert, kann der VAR ein daraus resultierendes Tor nachträglich aberkennen.

Neue Trinkpausen

Für Gesprächsstoff dürfte außerdem eine neue Trinkpausenregelung sorgen. Bei allen 104 WM-Spielen wird es unabhängig von Witterung oder Stadionbedingungen in jeder Halbzeit nach etwa 22 Minuten eine dreiminütige Unterbrechung geben. Die ohnehin schon beträchtliche Nachspielzeit bei dieser Weltmeisterschaft dürfte dadurch noch einmal spürbar zulegen.

Das österreichische Nationalteam wird nach seiner Ankunft in den USA von der FIFA noch gesondert über die neuen Regelungen informiert.

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KO KOSMO-Redaktion
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