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SELBST IST DIE FRAU

Frauen in untypischen Berufen: Jennifer Karger widerlegt Vorurteile!

FOTO: Akos Burg

GIRLPOWER. Sie sind Automechanikerinnen, Polizistinnen, Securitys und Ingenieurinnen. Wir stellen euch Frauen vor, die in Branchen arbeiten, die in der Regel von Männern dominiert werden. Beginnen wollen wir mit der 21-jährigen Automechanikerin, Jennifer Karger.

Schon als Kind spielte Jennifer aus dem Wiener Bezirk Favoriten in ihrer Freizeit am liebsten mit Dingen, die die Gesellschaft eher als „männliche Spielzeuge einstuft, nämlich mit Autos und anderen technischen Gegens-tänden. In der fünften Klasse des Gymnasiums äußerte sie als Mädchen den Wunsch, die Schulbank gegen eine Lehre als Automechanikerin in der Lehrwerkstätte der MA 48, der Wiener Magistratsabteilung für Abfallent-sorgung, Straßenreinigung und den Fuhrpark, einzutauschen.

FOTO: Akos Burg

Sie bewarb sich und erhielt eine Lehrstelle. Während ihrer Ausbildung war sie nicht nur eine Schülerin mit hervorragenden Zeugnissen, sondern auch eine echte Verstärkung für die MA 48. „Sie haben mir eine feste Anstellung hier angeboten. Ich bin froh, dass meine Eltern mich in der Entscheidung unterstützt haben, diesen Beruf zu wählen. Denn das Gymnasium war nichts für mich, das habe ich schnell gemerkt“, sagt die fertige Automechanikerin, während sie uns ihren Arbeitsplatz zeigt.

„Jeder Tag ist anders. Manchmal arbeite ich an einem großen Müllauto und manchmal an PKWs“, erzählt uns die 21-Jährige. Ihr ist bewusst, dass Frauen in diesem Beruf selten sind, aber Jennifer hat dennoch nur Lob und Respekt für ihre überwiegend männlichen Kollegen. „Im Moment ist hier noch ein Mädchen, das gerade die Ausbildung macht. Ich hatte niemals Probleme wegen meines Geschlechts, im Gegenteil.

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AUFOPFERND. Für sie gibt es keine Hindernisse, wenn sie kämpfen, keine Müdigkeit, wenn sie arbeiten, kein Maß, wenn sie sich einsetzen, und keine Macht, die sie stoppen kann. Sie tragen die doppelte Last elterlicher Pflichten auf ihren Schultern.

 

Wichtig ist, wie gut du bist, nicht, welches Geschlecht zu hast.“, schließt Jennifer. Dass es nicht schlecht wäre, im Falle einer Autopanne mit dieser jungen Dame befreundet zu sein, bestätigen auch ihre Erzählungen darüber, wie vielen ihrer Bekannten sie bereits das Auto repariert hat. Auf die Frage, ob sie auch privat ein „Autofan“ ist, antwortet Jennifer: „Im Moment gerade nicht (lacht), privat fahre ich einen Seat Leon. Aber ich hatte schon Phasen, in denen mich das total interessiert hat. Zeitweilig bin ich auch einen BMW gefahren“, sagt die sympathische Wienerin.

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