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Grabschändung

Friedhofs-Schänder: 50 Gräber geplündert – Täter verwischen Spuren

Friedhofs-Schänder: 50 Gräber geplündert – Täter verwischen Spuren
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

50 Gräber aufgebrochen, Spuren sorgfältig verwischt – in Niederösterreich treibt eine skrupellose Bande ihr Unwesen auf Friedhöfen.

In Niederösterreich reißt die Serie an geschändeten Grabstätten nicht ab. Diesmal traf es den Friedhof in Großweikersdorf im Bezirk Tulln: Am Donnerstag, dem 23. April, stieß eine Familie auf die verwüstete Gruft ihrer Angehörigen. Als die alarmierten Beamten den Friedhof genauer unter die Lupe nahmen, zeigte sich das volle Ausmaß – insgesamt 50 Grüfte und Gräber waren aufgebrochen worden.

Hinterlistige Vorgehensweise

Besonders perfide dabei: Die Täter hatten die aufgebrochenen Steinplatten anschließend wieder an Ort und Stelle gelegt, um die Spuren ihrer Tat zu verbergen. „Das Ausmaß war dadurch nicht gleich ersichtlich“, erklärte Bürgermeister Alois Zetsch, sichtlich erschüttert von den Ereignissen. Der Gesamtschaden lässt sich derzeit noch nicht beziffern, die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

Wie Polizeisprecherin Manuela Weinkirn am Dienstag auf Anfrage bestätigte und die „Niederösterreichischen Nachrichten“ berichtet hatten, wiesen in Großweikersdorf mindestens 50 Grabstellen Einbruchsspuren auf. Ermittelt wird – wie bereits in vergleichbaren Fällen zuvor – wegen des Verdachts des Einbruchsdiebstahls sowie der Störung der Totenruhe.

Goldzähne als Motiv

Wie viele Grabstätten in Großweikersdorf tatsächlich geöffnet wurden, ist noch Gegenstand laufender Erhebungen. Die unbekannten Täter waren bisher bereits in den Bezirken Baden, Mistelbach, Krems, Korneuburg und Bruck an der Leitha aktiv. Da bei mehreren Verstorbenen Zähne fehlten oder Teile des Kiefers herausgebrochen worden waren, dürfte in einer Reihe von Fällen auch der Diebstahl von Goldzähnen das Motiv gewesen sein.

Die Ermittlungen konzentrieren sich auf eine organisierte Tätergruppe, die systematisch über mehrere Bezirke hinweg vorgeht.

Hinweise werden an jede Polizeidienststelle oder direkt an das Landeskriminalamt erbeten – Telefon: 059 133 30-3333.

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KO KOSMO-Redaktion
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