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Fußballtrainer in Wien missbrauchte mehrere Buben jahrelang: Jetzt kam das Urteil

(FOTOS: iStock)

Der Prozess gegen einen 67-jährigen ehemaligen Fußballtrainer in Wien ist zu Ende. Der Mann soll mindestens fünf Kinder in Wien und NÖ sexuell missbraucht haben. Jetzt wurde er schon zum zweiten Mal verurteilt, diesmal zu 6 Jahren Haft.

Der angeklagte Mann war Nachwuchstrainer bei mehreren Vereinen in Niederösterreich und Wien, sowie Privattrainer. Der 67-Jährige soll, teilweise jahrelang, fünf minderjährige Buben sexuell missbraucht haben. Der Täter zeigte sich geständig und gab an, schon mit 14 Jahren gemerkt zu haben, dass er pädophil ist. Er betonte öfters er habe „keine Gewalt ausgeübt“ und dass er sich “absolut nicht als Verbrecher fühlt”. Die Übergriffe sollen in einem Zeitraum zwischen 1989 und 2005 passiert sein. Am Mittwoch ist der Mann zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil ist allerdings nicht rechtskräftig.

Die Betroffenen leiden immer noch an schweren psychischen Folgen. Die heute erwachsenen Männer haben eine posttraumatische Belastungsstörung bzw. kombinierte Belastungsstörungen davongetragen, mit denen sie teilweise täglich zu kämpfen haben. „Sie sind nach wie vor in ihrer Lebensführung beeinträchtigt und können nicht mit der Sache abschließen“, sagte dazu die Staatsanwältin. Die Polizei geht von weiteren Opfern aus.

Nicht erste Verurteilung
Der Angeklagte war 2008 nach Westösterreich gezogen und auch dort lebte er seine pädophilen Neigungen aus. 2011 wurde er vom Landesgericht Feldkirch wegen sexuellen Missbrauchs eines Unmündigen zu einer teilbedingten Haftstrafe verurteilt. Dass er Jahre zuvor schon mehrere Burschen schwer missbraucht und traumatisiert hat, kam erst später raus. Damals beteuerte er: „In Zukunft passiert nichts mehr. Ich bin zu alt. Es kommt nie wieder vor.“ Der 67-Jährige war von 1979 bis 1996 verheiratet und hat mit seiner damaligen Frau zwei Söhne groß gezogen.

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