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Grabar-Kitarović öffnet kroatischen Unternehmern Türen in Katar

Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Katar und Kroatien sollen künftig verstärkt werden. (Foto: zVg.)

Die kroatische Präsident Kolinda  Grabar-Kitarović hat mit ihrem Besuch der arabischen Halbinsel die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Kroatien und Katar gestärkt. 

Bei einem Treffen mit dem Emir Scheich Tamim bin Hamad Al Thani von Katar und der kroatischen Präsidentin wurden Verhandlungen für eine Zusammenarbeit geführt. Katar sei für Kroatien ein attraktiver Wirtschaftspartner, da das Land über riesige Öl- und Gasreserven verfügt. Von diesem Reichtum wollen nun die Kroaten profitieren. Annäherungen gab es bereits als Katar den Erdgas-Terminal auf der kroatischen Insel Krk finanzierte. Der Terminal soll 2019 fertig gestellt werden und für mehr Unabhängigkeit von Russland sorgen. Die gute politische und wirtschaftliche Beziehungen zwischen den beiden Ländern sei auch den kroatischen Muslimen zu verdanken. Da Katar 2013 den Bau der Moschee in Rijeka finanziert hat.

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Bereits jetzt möchten die Kroaten eine gute Basis mit Katar schaffen, da die Fußballmeisterschaft 2022 im Golfstaat abgehalten wird. Mit Grabar-Kitarović reisten auch zehn kroatische Unternehmer, die Verträge mit arabischen Wirtschaftspartnern unterzeichnet haben. Damit habe die kroatische Präsidentin den Weg für weitere Firmen in Katar geebnet. „In Katar werden Entscheidungen auf einem hohen Niveau getroffen. Je größer die Intensität und der Austausch zwischen den Ländern, desto höher steigen die Chancen für eine wirtschaftliche Zusammenarbeit“, so Grabar-Kitarović gegenüber kroatischen Medien.

Bei einem Staatsbesuch in Schweden warnte Grabar-Kitarović vor dem Einfluss Saudi Arabiens und Katars auf den Balkan. „Die reichen Länder aus dem Nahen Osten haben das Recht, den Muslimen zu helfen. Sie dürfen sich jedoch nicht in unsere Politik einmischen. In Kroatien wird dies nicht akzeptiert“, sagte die kroatische Präsidentin in Schweden. Bei einer Rede in der schwedischen Stadt Lund, sagte Kroatiens Präsidentin, dass die arabischen Länder die Stabilität am Balkan gefährden würden. Offizielle Stellungnahmen zu diesen Äußerungen gibt es vom Amt der kroatischen Präsidentin keine. Die Kritik, die Grabar-Kitarović in Schweden äußerte, teilte sie am Wochenende dem Emir von Katar nicht mit. Seit 2015 hat Kroatien Waffen an Saudi Arabien im Wert von 101 Millionen Euro exportiert. Grabar-Kitarović versucht seit Jahren Investoren aus Katar nach Kroatien zu locken.

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