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Tragödien

Tödliche Straßenbahnunfälle erschüttern Stadt

Tödliche Straßenbahnunfälle erschüttern Stadt
FOTO: Unsplash/Quaritsch Photography
2 Min. Lesezeit |

Innerhalb weniger Wochen verloren in Graz tragischerweise zwei Menschen ihr Leben bei Straßenbahnunfällen. Die Vorfälle werfen nun Fragen zur Schuldfrage und Verkehrssicherheit auf. Die Holding Graz steht den betroffenen Fahrern bei der Bewältigung dieser Tragödien zur Seite und verteidigt ihre Mitarbeiter.

Am 7. August geschah das erste Unglück: Ein siebenjähriger Junge wurde bei der Haltestelle Steyrergasse von einer Straßenbahn erfasst. Er erlag wenige Tage später seinen Verletzungen im Krankenhaus. Nur einen Monat später, am 3. September, kam es am Hauptplatz zu einem weiteren tödlichen Unfall. Ein 37-jähriger Mann stürzte in eine abfahrende Straßenbahn der Linie 5 und verstarb noch am Unfallort.

Unfallursachen und Verkehrssicherheit

Die Frage nach den Ursachen dieser schrecklichen Ereignisse steht im Raum. Gerald Zaczek-Pichler, Sprecher der Holding Graz, erläutert, dass die Straßenbahnen mehrmals im Monat in Unfälle verwickelt sind, jedoch meist ohne schwere Folgen. „In den meisten Fällen sind jedoch die anderen Verkehrsteilnehmer schuld“, betont Zaczek-Pichler.

Manuel Lenartitsch, Betriebsrat der Holding Graz und selbst ausgebildeter Busfahrer, sieht Ablenkung durch Handys und Kopfhörer sowie eine zunehmende Rücksichtslosigkeit im Straßenverkehr als Hauptursachen. „Gerade bei einer Straßenbahn ist das besonders gefährlich“, so Lenartitsch. „Einmal in Fahrt, kann der Fahrer kaum noch rechtzeitig bremsen.“

Maßnahmen zur Unfallvermeidung

Der gesamte Innenstadtbereich von Graz ist für die 259 Straßenbahnfahrer (71 davon Frauen) ohnehin eine Hochsicherheitszone. In Bereichen wie der Murgasse und am Jakominiplatz gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 15 km/h. Ein Hoffnungsschimmer: Mit der neuen Entlastungsstrecke über die Neutorgasse hofft man, das Unfallrisiko zu reduzieren. Zudem sind die neuen Alstom-Straßenbahnen mit einem kamerabasierten Assistenzsystem ausgestattet, erklärt Zaczek-Pichler.

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Die betroffenen Fahrer können auf umfassende Unterstützung zählen. „Kollegen können unser internes Krisenmanagement in Anspruch nehmen und werden vom Kriseninterventionsteam betreut. Zusätzlich bieten wir Coaching an“, so Lenartitsch weiter. Die Ausbildung der Straßenbahnfahrer dauert etwa eineinhalb bis zwei Monate, gefolgt von regelmäßigen Fortbildungen. Für Busfahrer gibt es sogar wöchentliche Fahrsicherheitstrainings.

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KO KOSMO-Redaktion
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