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KURIOSER RECHTSSTREIT

Hahn kräht 200 Mal am Tag: Klage wegen Lärm

(FOTO: iStock/Sonja Filitz, gorodenkoff)

Ein älteres Ehepaar aus Deutschland verklagt seine Nachbarn, weil deren Hahn sehr aktiv ist und bis zu 200 Mal täglich kräht, womit dem Paar angeblich die tägliche Erholungszeit geraubt wird.

Der 76-jährige Friedrich-Wilhelm und seine Frau Jutta (77) aus Bad Salzuflen in Deutschland sollen seit geraumer Zeit keinen Frieden in ihrem eigenen Haus haben, weil Magda, der Hahn ihrer Nachbarn, ständig kräht.

Der umstrittene Hahn fängt jeden Tag gegen 8 Uhr morgens zu krähen an und hört erst mit dem Sonnenuntergang, d.h. nach ca. 200 Mal, damit auf, wenn er über Nacht mit anderen Hühnern im Hühnerstall eingesperrt wird. Nach jahrelangen Versuchen, ihre Nachbarn in Bezug auf Magda zur Vernunft zu bringen, wandten sich Friedrich und Jutta an das Gericht, das die Sache nun regeln soll.

„Unser Nachbar verzichtet nicht auf seinen Hahn und wir müssen damit leben oder wir müssen vor Gericht gewinnen“, sagte Friedrich-Wilhelm gegenüber Journalisten. „Wir können den Garten nicht mehr nutzen und keine Fenster öffnen! Das ist unerträglich.“

Der Rechtsanwalt des Kläger-Paares Thorsten Giesecke argumentierte, dass ein extrem Aktiver Hahn wie Magda einer ist, keinesfalls in eine Wohnsiedlung gehöre. Vor rund zwei Jahren sei bereits ein Nachbar gezwungen gewesen, wegen des ständigen Lärms aus der Siedlung wegzuziehen, schreibt die „Bild“.

Magdas Krähen soll eine Lautstärke von circa 80 Dezibel haben, was einem vollen Restaurant oder einer vielbefahrenen Straße entspricht.

Friedrich und Jutta haben angefangen, Magdas tägliche Kikirikiii-Bekundungen auf Band aufzunehmen, um sie vor Gericht als Beweismittel vorzulegen. Der Rechtsweg sei ihre letzte Option gewesen, weil sie Magdas Besitzer nicht zur Vernunft bringen konnten, so das Paar.

Der Gockel-Besitzer Michael D. erzählte den Journalisten, dass der Hahn eine wichtige Rolle im sozialen Gefüge der Hühner habe und für Ordnung sorge.

Der Fall soll demnächst vor dem Richter des Amtsgerichts Lemgo gebracht werden, der sich beide Seiten anhören und über das Schicksal des lauten Hahns entscheiden wird.

Dies ist bei weitem nicht der erste Fall, dass das laute Krähen eines Gockels zum Rechtsstreit wird.

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