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„Hanuma kocht“ gefüllte Lebkuchen – Powidl Taler (VIDEO)

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FOTO: hanuma-kocht

Foodbloggerin Elma Pandžić verzückt ihre Follower in ihrem zweisprachigen Blog “Hanuma kocht” regelmäßig mit Rezepten aus ihren beiden Heimaten – Österreich und Bosnien-Herzegowina.

Gemeinsam mit Elma versorgen wir unsere Leser nun alle zwei Wochen mit den leckeren Rezepten. Heute folgt ein leckeres Rezept, das uns in richtige Weihnachtsstimmung versetzt:

Vergangenes Jahr habe ich etliche Anfragen zu Lebkuchen bekommen, insbesondere zur gefüllten Version. Weil ich meine Videos zum Weihnachtsspecial immer Wochen vorher aufnehme, war es leider zu spät und darum erfülle ich euch dieses Jahr den Wunsch. Die Rezeptentwicklung hat viel Zeit in Anspruch genommen, aber ich bin sicher, dass es sich gelohnt hat. Ich biete euch darin zwei Varianten an: eine traditionelle und eine einfache und drei Glasuren-Rezepte, damit ihr Auswahl habt. So habt ihr alles was das Lebkuchenherz begehrt in nur einem Rezept und Video vereint.

Zutaten für ca. 24 gefüllte Lebkuchen
(2 volle Backbleche):
180 g Rohrzucker
80 g Honig
50 g Butter
2 EL Wasser
2 Eier Gr. M
300 g Weizenmehl und 100 g Roggen-Vollkornmehl
2 TL Zimt (=ca. 5 g)
3 TL Lebkuchengewürz* (=ca. 8 g)

1. Option für traditionelle Lebkuchen:
1 TL Hirschhornsalz (=ca. 5 g) und 1 EL Milch
1 TL Pottasche (= ca. 5 g) und 1 EL Milch

ODER
2. Option für eine einfachere Zubereitung:
1 gestr. TL Natron und 1 gestr. TL Backpulver

Zum Bestreichen: ca. 70 ml Milch
Zum Belegen: ganze, blanchierte Mandeln
Zum Befüllen: ca. 200 g Powidl/Pflaumenmarmelade

*Eine Lebkuchengewürzmischung beinhaltet meist Zimt, Muskatnuss, Koriander, Fenchel, Ingwer, Gewürznelken, Piment, Anis, Sternanis, Pfeffer und Kardamom.

Schokoglasur:
200 g Zartbitterschokolade/Kuvertüre
2 EL Sonnenblumenöl

Milchige Zuckerglasur:
2 geh. EL Puderzucker (=ca. 30 g)
2 TL Zitronensaft
1 TL Milch oder Wasser

Weiße Zuckerglasur:
1 Eiweiß (=ca. 30 g)
4 geh. EL Puderzucker (=ca. 60 g)

Zubereitung:
1) In einen Topf gebt ihr Zucker, Butter, Wasser und Honig und erhitzt die Zutaten auf mittlerer Stufe, bis sie sich verflüssigt haben. Nehmt die Mischung vom Herd und lasst sie ca. 5 min lang auskühlen, bis sie nicht mehr ganz so heiß ist.
2) In einer Rührschüssel vermischt ihr die zwei Mehlsorten und die Gewürze (falls ihr die einfache Variante gewählt habt, kommen hier auch Natron und Backpulver dazu).
3) Für die traditionelle Variante vermischt ihr das Hirschhornsalz und die Pottasche mit jeweils einem EL Milch (in zwei separaten Schüsseln).
4) Zu den trockenen Zutaten gebt ihr nun die lauwarme Honig-Zucker-Mischung, mixt kurz, fügt die verquirlten Eier hinzu, mixt wieder kurz und schließlich das Hirschhornsalz und die Pottasche. Verknetet einen recht klebrigen Teig (mithilfe der Knetaufsätze eures Mixers). Lasst diesen etwa 5 min lang stehen. So kühlt er ein wenig aus, ist nicht mehr so klebrig und lässt sich besser bearbeiten.
5) Gebt ihn auf eine bemehlte Arbeitsfläche (verwendet nicht zu viel Mehl), knetet ihn noch ein wenig durch und formt eine Kugel. Verpackt diese in Frischhaltefolie und stellt sie kühl. Der Teig kann für ein paar Stunden, über Nacht oder sogar länger ruhen. Mein Teig im Video war drei Tage alt.
6) Heizt den Backofen auf 170 Grad O/ U Hitze vor. Nehmt den Teig ca. 30 min vor dem Ausrollen aus dem Kühlschrank und halbiert ihn. Für gefüllte Lebkuchen: Bemehlt die Arbeitsfläche, rollt ihn etwa 3-4 mm dick aus und stecht Kreise (oder andere Formen wie z.B Herzen) aus. Meine sind ca. 6 cm groß. In die Mitte jedes Kreises gebt ihr einen TL Powidl und legt darauf einen zweiten Kreis, immer mit jener Seite nach unten, die weniger bemehlt ist, damit die Ränder gut aneinander haften. Drückt die Enden fest, damit die Füllung nicht ausrinnt. Gebt die Lebkuchen mit genügend Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech und bestreicht sie mit der Milch. Nach Wunsch gebt ihr jeweils eine blanchierte Mandel darauf. Backt sie im Ofen ca. 13-15 min lang. Gleich nach dem Backen gebt ihr sie vorsichtig auf ein Auskühlgitter oder jenes von eurem Backofen, damit sie „ausdampfen“ können. Das ist vor allem bei der traditionellen Variante notwendig, damit der Hirschhornsalz-Geruch entweichen kann. Klassische Lebkuchen ohne Füllung: diese werden etwas dicker ausgestochen, bestrichen und kürzer gebacken, also ca. 8-10 min lang.
7) Die fertigen Lebkuchen lasst ihr vollständig auskühlen und könnt sie danach mit der Glasur verzieren bzw. sie hineintunken.

Schokoglasur: Schmelzt die Schokolade mit dem Öl über dem Wasserbad. Steckt die Lebkuchen auf einen Zahnstocher und tunkt sie bis zu den Rändern hinein. Mit einem zweiten Zahnstocher entfernt ihr die überschüssige Schokolade.

Milchige Zuckerglasur: Vermischt den Puderzucker mit dem Zitronensaft und der Milch und bestreicht damit die Lebkuchen oder tunkt sie in die Glasur.

Weiße Zuckerglasur: Mixt das Eiweiß kurz cremig und fügt den Puderzucker portionsweise hinzu. Die Glasur sollte nicht zu fest sein, sondern schön cremig. Bestreicht die Lebkuchen am besten mithilfe eines Pinsels.

Fertigstellung und Tipps:
Lasst die Glasur über Nacht an einem kühlen Ort antrocknen. Ebenso kühl sollten sie gelagert werden. Dann halten sich die Lebkuchen ein paar Wochen oder sogar Monate. Sollten sie zu trocken sein, weil ihr sie zu lange gebacken habt, gebt sie in eine Keksdose und fügt 1-2 Apfelschalen hinzu. Diese wechselt ihr jeden Tag. Die Lebkuchen nehmen die Feuchtigkeit der Schalen auf und werden dadurch weicher. Möchtet ihr sie mit den klassischen Schriftzügen verzieren, empfehle ich euch, eine Glasur herzustellen, die fester ist und mit der ihr wunderbare Schriftzüge und Dekos herstellen könnt. Das Rezept für Royal Icing findet ihr in meinem Video und Rezept zu Mürbeteig.

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