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Oscars

Highlights: Oscars 2025 diesmal ohne Skandale

3 Min. Lesezeit |

Die 97. Oscarverleihung im Dolby Theatre versprach Spannung und Skandale, blieb jedoch unerwartet ruhig. Conan O’Brien sorgte dennoch für politische Akzente.




In der Nacht des 3. März fand die 97. Oscarverleihung im Dolby Theatre in Los Angeles statt. Die Veranstaltung, die von vielen Zuschauern mit Spannung erwartet wurde, versprach potenzielle Überraschungen und Skandale. Spekulationen im Vorfeld drehten sich um mögliche Aufreger wie einen nackten John Cena oder eine weitere Ohrfeige.

Zudem wurde vermutet, dass Hollywood, bekannt für seine liberale Haltung, möglicherweise Spitzen gegen den zurückgekehrten US-Präsidenten Donald Trump setzen und Solidarität mit der Ukraine zeigen könnte.

Trotz dieser Erwartungen verlief der Abend ohne größere Skandale und wird vermutlich nicht als ein denkwürdiger Moment in die Geschichte der Academy Awards eingehen. Bemerkenswert war jedoch die Länge der Veranstaltung. Conan O’Brien, der zum ersten Mal als Moderator der Oscars fungierte, eröffnete die Show mit einer selbstironischen Musiknummer, in der er versprach, keine Zeit zu verschwenden.

Dennoch waren nach einer Stunde erst vier Oscars vergeben, was die Regie dazu veranlasste, das Tempo der Live-Show zu beschleunigen. O’Brien trat daraufhin kaum noch in Erscheinung, und einige seiner geplanten Gags und Einspieler wurden nicht ausgestrahlt.

Höhepunkte und Themen

Ein politischer Höhepunkt gelang O’Brien dennoch mit einem Witz über den Film „Anora“, der große Gewinner des Abends. Der Film, der von einem mächtigen russischen Gangster und einer sich gegen ihn erhebenden Sexarbeiterin handelt, inspirierte O’Brien zu dem Kommentar: „‚Anora‘ hat eine gute Nacht. Ich schätze, die US-Amerikaner sind begeistert, dass sich jemand endlich gegen einen mächtigen Russen behauptet.“

Diese Bemerkung wurde mit tosendem Applaus bedacht. Abgesehen von diesem Moment war die Verleihung bemerkenswert unpolitisch. Oscarpreisträger wie Zoe Saldaña und Adrien Brody betonten die Bedeutung der Immigrantenerfahrung, während Saldaña in ihrer Dankesrede ihre Herkunft als Kind von Einwanderern hervorhob. Daryl Hannah eröffnete ihre Laudatio mit „Slava Ukraine“, um Solidarität mit der Ukraine zu zeigen.

Solidarität mit Sexarbeiterinnen war ein weiteres Thema, das in den Dankesreden von Mikey Madison und dem „Anora“-Regisseur Sean Baker Erwähnung fand. Auch die Feuerwehrleute von Los Angeles, die gegen die Brände zu Beginn des Jahres gekämpft hatten, wurden geehrt und traten auf die Bühne, um Witze zu erzählen – ein herzerwärmender Moment.

Erinnerungen und Neuerungen

Ein Segment der Verleihung war der kürzlich verstorbenen Schauspielikone Gene Hackman gewidmet, wobei Morgan Freeman ihn als „lieben Freund“ würdigte. Der ebenfalls kürzlich verstorbene Regisseur David Lynch wurde hingegen nur im „In Memoriam“-Clip gewürdigt, was als unzureichend empfunden wurde.

Die Oscarverleihung 2025 versuchte, neue Wege zu gehen, was jedoch nicht immer erfolgreich war. Besonders vermisst wurden die beliebten Einspieler mit Best-of-Clips der nominierten Künstler und Filme, die früher die Live-Reaktionen der Nominierten per Splitscreen zeigten.

Diese authentischen Momente kurz vor einer potenziell lebensverändernden Entscheidung fehlten bei der 97. Oscarverleihung vollständig.