Die Nachricht von dem tragischen Tod der kleinen Diana (18 Monate) im Sommer 2022 hat die Welt schockiert. Jetzt steht ihre Mutter, vor Gericht in Mailand. Der Vorwurf: Sie soll ihre Tochter vorsätzlich getötet haben, indem sie sie sechs Tage allein ließ, während sie ihren Freund besuchte. Die Aussagen der Angeklagten sind dabei schwer zu fassen.
„Ich dachte, das Milchfläschchen, das ich ihr gelassen habe, reiche“, so die 37-Jährige vor Gericht. Sie hält sich selbst für eine gute Mutter, sorgte sich um ihr Kind, wickelte es und brachte es zum Arzt. Doch die Tatsache, dass ein 18 Monate altes Baby im Sommer nicht sechs Tage allein überleben kann, scheint ihr nicht bewusst gewesen zu sein.
Die Anwältin von der Mutter erklärt dieses Verhalten mit einer geistigen Behinderung ihrer Mandantin, die den IQ eines siebenjährigen Mädchens habe. Als sie von ihrem Freund zurückkehrte und ihre Tochter leblos vorfand, versuchte sie, das Baby unter einem Wasserhahn wiederzubeleben. „Ich gab ihr eine Herzdruckmassage, dann rief ich meine Nachbarin an, weil ich in Panik war. Das Baby hatte keine gute Farbe“, erzählt sie. Doch jede Hilfe kam zu spät.
Festnahme
Seit 14 Monaten sitzt die Mutter nun in Haft und beschreibt ihre Situation als sehr belastend. „Ich würde ich es auf keinen Fall noch einmal tun“, beteuert sie. Doch ihre eigene Familie fordert Gerechtigkeit für das kleine Mädchen. „Diana war das schönste Mädchen der Welt, sie hat das alles nicht verdient. Alessia muss für das bezahlen, was sie getan hat“, fordert ihre Schwester.