Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Menschenmenge

Horror vor Derby: Auto rast vor Stadion in Barcelona-Fans – 15 Verletzte (VIDEOS)

Horror vor Derby: Auto rast vor Stadion in Barcelona-Fans – 15 Verletzte (VIDEOS)
FOTO: X/@The_Forty_Four
3 Min. Lesezeit |

Ein Auto raste durch eine Menschenmenge von Fußballfans vor dem Stadtderby zwischen Espanyol und Barcelona, wobei 15 Personen leichte Verletzungen davontrugen. Die Polizei geht von einem Unfall aus – eine ältere Fahrerin soll die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren haben. Sie wurde festgenommen und wegen rücksichtslosen Fahrens angeklagt. Der Zwischenfall führte zu einer kurzen Spielunterbrechung und zum Protest einiger Espanyol-Anhänger, die das Stadion vorzeitig verließen.

Der Vorfall überschattete Barcelonas vorzeitigen Meistertitel unter Coach Hansi Flick, den die Katalanen durch einen 2:0-Erfolg nach Toren von Supertalent Lamine Yamal (53.) und Fermín López in der Nachspielzeit (90.+5) perfekt machten. Die verstörenden Videoaufnahmen des Geschehens weckten unweigerlich Erinnerungen an vergangene Terrorattacken mit Fahrzeugen.

Unfall vor Stadion

Kurz vor Anpfiff des brisanten Stadtderbys zwischen Espanyol Barcelona und dem FC Barcelona durchbrach ein Pkw eine Ansammlung wartender Fans. In unmittelbarer Stadionnähe wurden nach aktualisierten Polizeiangaben 15 Menschen verletzt – glücklicherweise niemand schwer. Anfängliche Berichte hatten noch von 13 Verletzten gesprochen. Dennoch warf der Vorfall einen dunklen Schatten auf Barças anschließenden Titelgewinn.

Nach ersten Ermittlungen deutet laut der Tageszeitung La Vanguardia alles auf einen Unfall hin, bei dem eine ältere Autofahrerin die Kontrolle über ihren Wagen verloren hatte. Mit ihrem Fahrzeug war sie in einen für den Verkehr gesperrten Bereich nahe des Espanyol-Stadions eingedrungen, wo sich zahlreiche Fußballfans aufhielten.

Die Fahrerin beschleunigte kurzzeitig, was den Unmut vieler Umstehender auslöste, die daraufhin das Fahrzeug umringten. Polizeikräfte versuchten, die chaotische Situation zu entschärfen, wie Videoaufnahmen dokumentieren. Plötzlich gab die Fahrerin Gas, fuhr durch die Menschenmenge, schleifte mehrere Personen meterweit mit und prallte schließlich gegen einen Zaun.

Folgen und Reaktionen

Wie La Vanguardia weiter berichtete, wurde die bislang nicht vorbestrafte Fahrerin festgenommen. Die Vorwürfe gegen sie lauten auf rücksichtsloses Fahren und Körperverletzung.

Der Vorfall wirkte sich unmittelbar auf das Derby aus. Espanyol-Fans forderten ihren Torhüter Joan García auf, den Ball nicht ins Spiel zu bringen und einen Spielabbruch zu erzwingen. Tatsächlich unterbrach der Schiedsrichter die Partie kurz nach dem Anpfiff für einige Minuten. An der Seitenlinie beriet er sich mit Offiziellen und einem Polizeibeamten, bevor das Spiel fortgesetzt wurde.

Über die Stadionlautsprecher erfolgte die Durchsage, dass niemand schwere Verletzungen erlitten habe. Einige Espanyol-Anhänger zeigten sich damit unzufrieden und verließen aus Protest die Arena.

Verschärfte Sicherheitsmaßnahmen angekündigt

Als Reaktion auf den Zwischenfall hat die spanische Liga LaLiga am 14. Mai 2025 ein verschärftes Sicherheitskonzept für Hochrisikospiele vorgestellt. Bei Derbys und anderen Partien mit erhöhtem Risikopotenzial werden künftig zusätzliche Absperrungen eingerichtet und Pollersysteme installiert, die das unbefugte Einfahren von Fahrzeugen in Fanzonen verhindern sollen.

Die neue Richtlinie sieht zudem vor, dass bei allen Erstligastadien die Zuwege mit temporären Barrieren gesichert werden müssen. Laut spanischer Polizei wurden in der Saison 2024/25 insgesamt 18 sicherheitsrelevante Vorfälle rund um Fußballspiele registriert – fünf mehr als in der Vorsaison.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen