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Skandal

Hotel antwortet mit „Keine Juden erlaubt“ auf Buchungsanfrage aus Israel

Hotel antwortet mit „Keine Juden erlaubt“ auf Buchungsanfrage aus Israel
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Eine abgelehnte Buchung, ein antisemitischer Satz – und plötzlich steht ein Familienhotel im Mittelpunkt eines internationalen Skandals.

Ein Hotel im bayerischen Lam in der Oberpfalz hat eine Buchungsanfrage aus Israel mit einer offen antisemitischen Aussage abgewiesen. Die israelische Generalkonsulin für Süddeutschland, Talya Lador, kritisierte das Vorgehen des Hauses auf der Plattform X in deutlichen Worten. Demnach hatte das Hotel auf die Anfrage auf Englisch geantwortet: „Entschuldigung, in unserem Hotel sind keine Juden erlaubt.“

Erklärung des Hotels

„Das ist überhaupt nicht unser Weltbild“, sagte Juniorchef Andreas Vogl auf Anfrage. In einer E-Mail, die auch an die bayerische Staatskanzlei weitergeleitet wurde, räumte das Hotel gegenüber dem Gast ein: „Es war definitiv falsch von uns, auf diese Art und Weise im Chat zu antworten.“ Die Betreiber schildern darin, wie es zu der Formulierung kam: Das Hotel kämpfe seit geraumer Zeit mit gefälschten Buchungen und Phishing-Versuchen über eine große Buchungsplattform, bei denen Nutzerdaten gestohlen worden sein sollen.

Auch die Anfrage aus Israel sei irrtümlich als Fake-Buchung eingestuft worden. „Es ist uns aber wirklich äußerst wichtig, dass Sie verstehen, dass diese Äußerung nicht im Hinblick auf Menschen jüdischen Glaubens gemacht wurden, sondern aus Ärger über die zahlreichen Fake-Buchungen“, heißt es in dem Schreiben. „Das war nichtsdestotrotz inakzeptabel und darf so in einem professionellen Betrieb nicht passieren.“

In derselben E-Mail lud das Hotel den Gast gemeinsam mit seiner Familie zu einem kostenfreien einwöchigen Aufenthalt in Lam ein, „um uns persönlich kennenzulernen, und um Ihnen zu beweisen, dass wir keine schlechten Menschen sind, die andere diskriminieren“.

Folgen des Vorfalls

Seit dem Bekanntwerden des Vorfalls gehen im Hotel nach Angaben von Vogl täglich Drohungen und Morddrohungen ein. Darüber hinaus habe die betreffende Buchungsplattform das Hotel von ihrer Seite entfernt. „Das ist ein Riesen-Problem“, sagte Vogl. Er rechne jedoch nicht damit, dass sich daran trotz der erfolgten Klarstellung etwas ändern werde.

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KO KOSMO-Redaktion
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