Start NEWS PANORAMA Ihr Ex-Mann hackte ihr beide Hände ab: Nun kämpft sie für Gerechtigkeit
FEMIZID

Ihr Ex-Mann hackte ihr beide Hände ab: Nun kämpft sie für Gerechtigkeit

(FOTO: Instagram megarodikova)

Margarita Gracheva lässt sich nicht unterkriegen: Nachdem ihr Ex-Mann sie mit einer Axt attackierte, entschloss sie sich dazu, sich um Opfer von Gewalt gegen Frauen zu kümmern- und das mit Erfolg.

Jedes Jahr werden in Österreich zig Frauen von (meist nahestehenden) Männern umgebracht. Auch 2021 ist keine Ausnahme, bereits 11 Femizide ereigneten sich in diesem Jahr. Nicht nur in Österreich sind Frauen massiver (Männer-)Gewalt ausgesetzt. In Russland sorgt nun ein Magazincover für Aufsehen. Denn auf dem Cover zu sehen ist Margarita Gracheva. Sie ist die Überlebende eines brutalen Mordversuches. Ihr Ehemann hatte ihr im Dezember 2017 aus Eifersucht beide Hände abgehackt. Dabei schlug er bis zu 40 Mal mit einer Axt auf sie ein und ließ sie dann hilflos zurück. Glücklicherweise überlebte die Frau die Attacke. Eine Hand konnte von den Ärzten wieder angenäht und gerettet werden, die zweite Hand ist eine künstliche Prothese, die mit ihren Muskeln verbunden ist. Dimitri Grachev wurde anschließend zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt.

Mittlerweile setzt sich Margarita wo sie nur kann für Opfer von Gewalt ein. Sie moderiert eine Fernsehsendung, in der Gewalt gegen Frauen thematisiert wird, was für Russland-Verhältnisse schon sehr progressiv ist. Nun ziert sie auch das Cover des Magazins “Good Housekeeping” und ruft die russische Regierung dazu auf, endlich Gewalt gegen Frauen ernst zu nehmen und die Gesetze zu verschärfen. Die russisch-orthodoxe Kirche ist aber strikt dagegen, und nennt solche Gesetze ‘familienfeindlich’

Chefredakteurin Natalya Rodikova hat das Fotoshooting auf Instagram geteilt. “Ich möchte sagen, dass Margarita Gracheva ein schrecklich mutiges Mädchen ist, aber selbst die tapfersten unter uns, selbst die wirklichen Krieger, können nicht allein gelassen werden [um sich diesem Problem zu stellen]”, schrieb sie.