Nach monatelanger Planung verübten ein Vater und sein Sohn am Sonntag vor einer Woche einen tödlichen Anschlag auf ein jüdisches Fest in Sydney. Bei der Attacke kamen 15 Menschen ums Leben. Der Vater wurde bei dem Einsatz von Sicherheitskräften erschossen, während sein Sohn mit schweren Schussverletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert wurde.
Ermittlungen der Behörden ergaben, dass die Tat akribisch vorbereitet wurde. Die beiden Täter hatten offenbar in einer abgelegenen Region Australiens Schießübungen mit ihren Waffen durchgeführt. Polizeiliche Untersuchungsdokumente belegen das gezielte Vorgehen der Angreifer.
⇢ 15 Tote in Sydney – Bondi‑Attentäter jetzt mit 59 Anklagepunkten
Belastendes Videomaterial
Bei der Auswertung des Mobiltelefons des Sohnes stießen die Ermittler auf eine Videoaufnahme aus dem Oktober. Die Aufnahme zeigt Vater und Sohn in schwarzer Kleidung vor einer IS-Flagge, umgeben von vier Langwaffen und Munition. Den Ermittlungsbehörden zufolge ist auf dem Video zu sehen, wie der Junge Koranverse auf Arabisch rezitiert.
Anschließend erläutern beide auf Englisch ihre Motivation für den geplanten Angriff am bekannten Bondi Beach in Sydney und verurteilen dabei unter anderem Handlungen von „Zionisten“.
⇢ Ermittler sprechen von IS-Einfluss nach tödlichem Angriff in Sydney
Fehlgeschlagene Sprengkörper
Bei ihrer Ankunft am Tatort am 14. Dezember warfen die Attentäter vier selbst hergestellte Sprengkörper in die Menschenmenge. Diese detonierten glücklicherweise nicht.
⇢ Ehepaar stellt sich IS-Terrorist entgegen – Dashcam filmt letzte Sekunden (VIDEO)
Ein weiterer Sprengsatz wurde später im Fahrzeug entdeckt, mit dem die Täter von ihrem angemieteten Domizil in Campsie zum Anschlagsort gefahren waren.