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Hitzewelle

Italien im Hitze-Ausnahmezustand: 20 Städte auf Rot

Italien im Hitze-Ausnahmezustand: 20 Städte auf Rot
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

20 Tage Extremhitze, 19 Städte in höchster Alarmstufe – Italien erlebt einen Sommer, der neue Maßstäbe setzt.

Italien steckt mitten in der längsten Hitzewelle des laufenden Jahres. Lorenzo Giovannini, Atmosphärenphysiker an der Universität Trient, ordnet die Situation folgendermaßen ein: Die extreme Hitze habe Ende Juli eingesetzt und werde voraussichtlich mindestens bis zum 17. August anhalten. Damit käme die aktuelle – bereits vierte Hitzewelle des Jahres – auf eine Gesamtdauer von 20 Tagen.

Die Auswirkungen sind im ganzen Land spürbar: Von den 27 größten Städten, die das italienische Gesundheitsministerium kontinuierlich beobachtet, befanden sich zuletzt 19 auf der höchsten Warnstufe Rot. Am vergangenen Donnerstag waren erstmals alle 27 Städte gleichzeitig davon betroffen. Nachfolgende Gewitter brachten vor allem dem Norden des Landes eine kurzfristige, leichte Abkühlung.

Atmosphärische Verschiebung

Giovannini sieht in der Klimakrise einen wesentlichen Treiber dafür, dass Hitzeperioden dieser Art länger andauern und sich in immer kürzeren Abständen wiederholen. Zugleich verweist der Wissenschaftler auf eine grundlegende Verschiebung in der atmosphärischen Dynamik: Während Hitzewellen früher vor allem durch ein nach Norden verschobenes afrikanisches Hochdruckgebiet ausgelöst wurden, liegt dieses Hoch heute im Durchschnitt dauerhaft weiter nördlich – mit der Folge, dass heiße Luftmassen aus Nordafrika Italien leichter und über längere Zeiträume erreichen können.

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KO KOSMO-Redaktion
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