Emotionaler Abschied mit Knall: Bei seiner letzten Real-Partie geriet Modric mit Teamkollegen aneinander. Der Kroate kritisierte mangelnden Einsatz der jungen Stars.
Luka Modric erlebte bei seinem letzten Auftritt im Trikot von Real Madrid eine herbe Enttäuschung. Der kroatische Ausnahmespieler musste sich mit den Königlichen im Halbfinale der Klub-Weltmeisterschaft in den USA gegen Paris Saint-Germain geschlagen geben. Für den Mittelfeldstrategen ein bitterer Abschied nach einer glorreichen Ära, die von zahlreichen Trophäen gekrönt war.
Der Frust über die verpasste Chance auf einen letzten Titel saß tief. Nach dem Abpfiff kochten in der Kabine die Emotionen hoch. Wie das Portal Don Balon berichtet, geriet Modric in einen heftigen Wortwechsel mit Vinicius Junior und Jude Bellingham. Der Routinier warf seinen deutlich jüngeren Teamkollegen mangelnden Einsatz und fehlendes Engagement vor.
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Kabinen-Auseinandersetzung
Besonders die passive Spielweise der beiden Offensivkräfte brachte den Kroaten auf die Palme. Er bemängelte ihr fehlendes Pressing und die nachlässige Defensivarbeit. Obwohl Modric selbst im fortgeschrittenen Fußballeralter nicht mehr die körperliche Frische früherer Tage besitzt, steht er nach wie vor für bedingungslosen Einsatz und vorbildliche Professionalität. Genau diese Einstellung vermisste er bei seinen Mitspielern, die er als Schlüsselfiguren der aktuellen Real-Generation betrachtet.
Die Kritik des scheidenden Stars drang offenbar auch bis in die Führungsetage vor. Sowohl Klubpräsident Florentino Perez als auch der designierte Trainer Xabi Alonso sollen die Botschaft vernommen und ernst genommen haben.
Legendäres Erbe
Nach dem Ende von Modrics glanzvollen Karriere bei den Madrilenen beschäftigte die Fans vor allem eine Frage: Wer würde künftig mit der legendären Nummer zehn auflaufen?
Eine Szene am Flughafen Madrid sowie ein Social-Media-Beitrag lieferten schließlich die von vielen erhoffte Antwort.
Mit insgesamt 28 Titeln und fast 600 Einsätzen verlässt Modric Real Madrid als einer der erfolgreichsten Spieler der Vereinsgeschichte. Seine Verabschiedung nach dem Halbfinal-Aus gegen PSG unterstrich seinen besonderen Status im Klub, wobei Präsident Pérez mehrfach seine Vorbildfunktion hervorhob.
Neue Ära unter Xabi Alonso
Für Real Madrid beginnt nun eine Phase des Umbruchs. Mit dem Abgang des kroatischen Mittelfeldstrategen verliert das Team nicht nur einen technisch brillanten Spieler, sondern vor allem eine prägende Führungspersönlichkeit. Der neue Cheftrainer Xabi Alonso steht vor der anspruchsvollen Aufgabe, eine neue Hierarchie im Team zu etablieren.
Die Klubführung hat bereits reagiert und mit Dean Huijsen und Trent Alexander-Arnold zwei vielversprechende Spieler verpflichtet, die künftig eine wichtige Rolle im Kader einnehmen sollen. Wie die jungen Stars um Bellingham und Vinicius mit der neuen Situation umgehen und ob sie die von Modric eingeforderte Professionalität verinnerlichen, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.